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Neuerscheinungen Februar 2012

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Käufer, Hugo Ernst: Und dennoch die Leier halten.

Werke Teilsammlung: Gedichte und Aphorismen aus fünfzig Jahren ( 1947-1997) mit einem Nachwort von Walter Gödden, Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0832-2, geb. mit Schutzumschlag und Lesebändchen 546 S. S. Das Buch erscheint zum 85. Geb. des Autors (13. Febr. 2012)  € 29,90

 

Das Buch ist soeben erschienen

 

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Und dennoch die Leier halten

Mit Zeichnungen, Linol- und Holzschnitten, Offsetlithos und Siebdrucken von Heinrich Brockmeier, Artur-Cremer-acre, Günter Drebusch, Kriemhild Flake, Horst Dieter Gölzenleuchter, HAP Grieshaber, Wieland Halbroth, Enric Rabasseda und Paul Reding. In diesem Band sind charakteristische Beispiele versammelt, die den Autor als lyrischen Chronisten unserer Zeit ausweisen (u.a. ‚Wie kannst du ruhig schlafen‘ 1958; ‚Leute bei uns gibt’s Leute‘, 1975; Das 1991 erschienene, in 45 Teilen angelegte Erzählgedicht ‚Kartoffelkrautfeuer oder Ein Stück Heimatkunde‘, bereits 1989 unter dem Titel ‚Heimatkunde‘ vom WDR als Fernsehfilm gesendet, beschreibt die eigene Kindheit und Jugend unter dem Hakenkreuz. Landschafts– und Reisezyklen (u.a. ‚Rußlandimpressionen‘ 1976; ‚ So eine Welle lang. Australische Notizen‘ 1978) dokumentieren die Aneignung von Auslandserfahrungen. Einem eigenen Teil sind Aphorismen gewidmet, die einen breiten Raum im Werk des Autors einnehmen und u.a Schreiberkundungen widerspiegeln.
Hugo Ernst Käufer: geb 1927 in Annen, war Direktor der Stadtbücherei Gelsenkirchen, Gründer der "Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen", Mitbegründer des "Werkkreises Literatur der Arbeitswelt", ist Vorsitzender der "Liselotte und Walter Rauner Stiftung Bochum", Ehrenvorsitzender der Europäischen Autorenvereinigung "Die Kogge", Mitglied des PEN. Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und Anthologien, erhielt zahlreiche Preise und Auszeichungen, darunter den Literaturpreis Ruhrgebiet 2002 und den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen 2008. Käufer zählt zu den umtriebigsten und produktivsten Literaturmultiplikatoren der Gegenwart. Neben eigenen Gedicht- und Essaybänden gab er als kritischer Chronist zahlreiche Anthologien heraus. Zu seinen Weggefährten zählten u.a. Max von der Grün und Paul Schallück.



Unser Blog zu Hugo Ernst Käufer 85

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Johannes Volker Wagner: Nationalsozialismus im Alltag. (Begleitbuch)

Filmbegleitbuch und Historisches Lesebuch, Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0836-0, kart. 110 S. 19 x 12 cm.€ 12,90

 

Das Buch erscheint Anfang Februar 2012 und kann gern hier vorbestellt werden!

 

Hier unsere Pressemeldung zu "Nationalsozialismus im Alltag"

 

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Nationalsozialismus im Alltag. (Begleitbuch)

Die vorliegende Veröffentlichung verfolgt zwei Ziele: Sie will als Filmbegleitbuch zum tieferen Verständnis von vier Filmen über den „Nationalsozialismus im Alltag“ beitragen und sie will darüber hinaus durch Zeitzeugen-Erinnerungen, kommentierende Texte und Essays ein informatives und lehrreiches Historisches Lesebuch sein, das aus einem besonderen Blickwinkel heraus wesentliche Probleme der NS-Zeit anspricht und erläutert. Als Filmbegleitbuch ist die Arbeit ein wichtiger und konstitutiver Teil einer Filmedition, die einen intensiven Blick auf das alltägliche Leben an einem ganz konkreten Ort und auf ganz konkrete Lebensschicksale richtet. Dieser Ort, der für viele Städte in Deutschland stehen kann, ist die Stadt Bochum und ihr Umfeld, das Ruhrgebiet. In den Filmen, die sich vor allem auf viele einmalige und teilweise spektakuläre Aufnahmen aus Privathand stützen, geht es nicht nur um die bildliche Vermittlung von Sachinformationen, sondern vor allem um das Einfangen persönlicher Erlebnisse, die sich in den facettenreichen Erinnerungen der zahlreich befragten und aus allen Schichten und Berufen stammenden Menschen widerspiegeln. Das Filmbegleitbuch erläutert die Gründe, die zur Neuherausgabe der Filme auf DVD geführt haben, es gibt wichtige Informationen zur Gestaltung und Struktur der Filme und bietet die Möglichkeit, die Aussagen und Kommentare nachzulesen und zu hinterfragen, um so die Filme besser verstehen und bewerten zu können. Im Verbund mit den Filmen ist so ein informatives Multimedia-Ensemble entstanden, das den Nationalsozialismus im Alltag und vor Ort vielfältig zu beleuchten sucht. Durch den Abdruck des gesamten, stellenweise noch erweiterten Filmtextbuches und durch zusätzliche historische Essays können die Kenntnisse über die NS-Zeit erweitert, Fragen aufgeworfen und Antworten gegeben werden. Dabei zeigt sich, dass es besonders erhellend ist, den Blick nach unten, auf das Leben der „Normalmenschen“ zu richten und an konkreten Beispielen zu erfahren, durch welche politischen, wirtschaftlichen und geistigen Bedingungen der NS-Alltag Wirklichkeit werden konnte und wie – unter sehr unterschiedlichen individuellen Aspekten – in diesem Alltag gelebt, gearbeitet, geglaubt, gejubelt, gekämpft, gelitten und gestorben wurde. Das Buch und die Filme richten sich an alle aufgeschlossenen Leser. Schön wäre es, wenn vor allem junge Menschen, für die diese NS-Zeit schon weit entfernt, aber in ihren Auswirkungen auf das Heute immer noch sehr präsent ist, zu den hier vorgelegten multimedialen Informationen greifen würden, damit rassistische, neonazistische und fremdenfeindliche Einstellungen Vergangenheit bleiben und nicht wieder Gegenwart werden können. Denn verhindert werden kann dies – wie Karl Jaspers es formuliert hat – „nur im Wissen“. Zu diesem Wissen beizutragen, das versuchen auf ihre Weise dieses Buch und die vier Filme.

 

Johannes Volker Wagner, Autor des Buchs und der Filme, ist ausgewiesener Nationalsozialismus Forscher. Er hat sich seit vielen Jahren wissenschaftlich und medial, aber auch beruflich - als Referent beim Bundesarchiv und langjähriger Direktor des Stadtarchivs Bochum - mit Fragen zur NS-Zeit beschäftigt.



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Eine Revierstadt wird braun, Film von Johannes Volker Wagner

Nationalsozialismus im Alltag (Film I), Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0801-8, Spieldauer ca. 45 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm. mit Infomateriallien. € 19,90

 

Der Film erscheint Anfang Februar 2012 und kann gern hier vorbestellt werden!



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Eine Revierstadt wird braun

EINE REVIERSTADT WIRD BRAUN: 30. Januar 1933 in Bochum: Fackelzüge, Jubel, Feiern. Vorgeschichte: Weltwirtschaftkrise, Arbeitslosigkeit. Aufmärsche der NSDAP, Gautag in Essen (1926), Wahlkämpfe der Parteien, Straßenschlachten (1930/1932). Hitler im Ruhrgebiet. Machtergreifung und ihre Folgen in der Kommune, Absetzung des Oberbürgermeisters. Gleichschaltung der Gesellschaft, Verbot der Parteien. Verfolgung politischer Gegner. Hitlerjugend, die künftige Elite. Stimmung der Bevölkerung: Begeisterung, aktives Mitmachen, Anpassung, Angst, Widerstand. Die Dokumentarfilme, die als DVD im Rahmen einer kommentierten Edition vorgelegt werden, sollen dazu beitragen, auf optisch eindrucksvolle und zugleich authentische Weise die Zeit des Nationalsozialismus in möglichst vielen Facetten vom Alltag her zu erfassen und verständlich zu machen. Deshalb wird nicht nur das faktische Geschehen eingefangen, sondern - durch die erinnernde Spiegelung der Zeitgenossen - auch die Stimmungslage und die Atmosphäre der Zeit, einer Zeit, die in ihren terroristischen Ausprägungen und verbrecherischen Folgen immer noch ein unbewältigtes Trauma darstellt –für die Deutschen wie für die ganze Welt. Die Filme bilden zwar eine thematische Einheit, aber jeder Film ist in sich abgeschlossen und kann für sich allein stehen.

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Arbeit und Leben im Dritten Reich, Film von Johannes Volker Wagner

Nationalsozialismus im Alltag (Film II), Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0802-5, Spieldauer ca. 45 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm. mit Infomateriallien. € 19,90

 

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Arbeit und Leben im Dritten Reich

ARBEIT UND LEBEN IM DRITTEN REICH: Feiern zum 1.Mai in Bochum, Zerschlagung der Gewerkschaften, Bildung der Deutschen Arbeitsfront, Arbeitsbeschaffungsprogramme: Straßen- und Wohnungsbau. Wirtschaftliche Erfolge des Regimes: Aufschwung durch Aufrüstung. Die Wirtschaft unterstützt Hitler, Profite der Schwerindustrie. Hitler-Besuche beim Bochumer Verein, bei Krupp in Essen. Arbeitsalltag im Bergbau, in der Eisen- und Stahlindustrie, in der Landwirtschaft. Frauen in der Rüstung: Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter. Judenverfolgung, Holocaust. Haltung der Arbeiter zum Regime, Sabotageakte. Die Dokumentarfilme, die als DVD im Rahmen einer kommentierten Edition vorgelegt werden, sollen dazu beitragen, auf optisch eindrucksvolle und zugleich authentische Weise die Zeit des Nationalsozialismus in möglichst vielen Facetten vom Alltag her zu erfassen und verständlich zu machen. Denn es gilt immer noch jener berühmte Satz des Philosophen Karl Jaspers: „Was geschah, ist eine Warnung. Sie zu vergessen ist Schuld. Man sollte ständig an sie erinnern. Es war möglich, dass dies geschah, und es bleibt jederzeit möglich. Nur im Wissen kann es verhindert werden“

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Stadt im Krieg – Der Bombenkrieg, Film von Johannes Volker Wagner

Nationalsozialismus im Alltag (Film III), Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0803-2, Spieldauer ca. 45 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm. mit Infomateriallien.€ 19,90

 

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Stadt im Krieg – Der Bombenkrieg

STADT IM KRIEG - DER BOMBENKRIEG: Deutsche Angriffe auf Coventry und London, Luftangriffe der Engländer und Amerikaner, Zerstörung der Möhnetalsperre. Bombardierung des Ruhrgebiets, der „Waffenschmiede des Reichs“. Ab 1943/1944 massive Zerstörung der Großstädte an Rhein und Ruhr – auch der Stadt Bochum. Einzigartige Filmdokumente zeigen den Feuersturm nach nächtlichen Angriffen: brennende Wohnhäuser, vernichtete Industrien, Menschen, die die Reste ihrer Habe retten, löschen, nach Verschütteten graben, Tote bergen. Kinderlandverschickung, Volkssturm. Einmarsch der Amerikaner. EXTREME NAHAUFNAHME: BOCHUM ALS BEISPIEL: Um das Thema „Nationalsozialismus im Alltag“ filmisch realisieren zu können, schien es wichtig, das Thema so konkret wie nur irgend möglich anzugehen. Deshalb sollte der Nationalsozialismus beispielhaft an vier Themenbereichen, die die Mehrzahl der Menschen substantiell berührt haben - Machtergreifung und die Folgen, Arbeitswelt und Industrie, Bombenkrieg, Widerstand der Arbeiter- am Schicksal einer Stadt (und einer Region) geschildert werden. Durch dieses genaue Hinschauen auf eine kleine Einheit – filmisch gesprochen: durch diese extreme Nahaufnahme – konnte der Blick nach „unten“ gerichtet und so der Alltag und die Stimmungslage der Menschen im Dritten Reich erfahrbar gemacht werden. Nur so schien es möglich, das System der NS-Herrschaft und zugleich seine vielfältigen Auswirkungen auf den Einzelnen deutlich zu machen. Die Stadt, die ich auswählte, war Bochum, eine große Industriestadt mitten im Ruhrgebiet und zugleich die „Gauhauptstadt“ von Westfalen-Süd. Aber Bochum ist immer nur als Beispiel gedacht, als Beispiel für andere deutsche Städte, denn: Bochum war überall.

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Ruhrarbeiter im Widerstand, Film von Johannes Volker Wagner

Gesprächsprotokolle mit Zeitzeugen. Nationalsozialismus im Alltag (Film IV), Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0804-9, Spieldauer ca. 30 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm. mit Infomateriallien.€ 19,90

 

Der Film erscheint Anfang Februar 2012 und kann gern hier vorbestellt werden!



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Ruhrarbeiter im Widerstand

RUHRARBEITER IM WIDERSTAND– Gesprächsprotokolle mit Zeitzeugen: Verfolgung politischer Gegner: Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, andere Sozialistische Gruppierungen. Konzentrationslager. Untergrundarbeit und Widerstandsaktionen, Aktivitäten Einzelner und kleiner Gruppen: Maueranschläge, Flugblattaktionen, Arbeitsverweigerung, Sabotageakte. Fluchtpunkt Ausland. Zerschlagung vieler Widerstandszellen durch die Gestapo. Selbstverständnis der Widerstandskämpfer: Verteidigung moralischer Werte und humaner Traditionen gegen Unrecht und Terror. ZEITZEUGEN: Menschen von der Straße! Die Überlegung war, dass Antworten nicht nur aus den üblichen filmischen Quellen kommen konnten, sondern dass auch Menschen befragt werden mussten – Menschen, die Zeugnis ablegen konnten, Menschen, die den Nationalsozialismus durchlebt und ihn immer noch als Erinnerung – oft als traumatische Erinnerung – in sich trugen. Aber: Die befragten Zeitzeugen sollten keine bedeutenden Entscheidungsträger gewesen sein, sondern Menschen von der Straße, unsere Nachbarn, unsere Freunde, unsere Mütter und Väter: Mitläufer und Sympathisanten, aktive Parteigenossen, Verfolgte und Gegner .des Regimes. Die Männer und Frauen aus Bochum – dazu einige aus Essen, Dortmund, Herne, Recklinghausen, Hattingen, Witten – stammten aus allen Schichten der Bevölkerung und übten die unterschiedlichsten Berufe aus. Worüber berichteten die Menschen? Sie sprachen von ihrem alltäglichen Leben, von ihren Wünschen, Hoffnungen und Enttäuschungen, von Entbehrungen und Leiden, von Begeisterung, von willigem und aktiven Mitmachen, von opportunistischer Anpassung, von Schweigen und Schuld, von Verweigerung und Widerstand. Ihre Aussagen spiegeln so die ganze Breite menschlicher Einsichten und Erfahrungen, sie zeigen auch die ganze Vielfalt menschlicher Entscheidungen und Handlungen im NS-Staat. So sind wichtige Filmprotokolle entstanden, die während des Sprechens auch den Prozess des Erinnerns sichtbar machen, denn die Erinnerung setzt sich ja nicht nur in der Sprache fest, sondern im ganzen Körper: Ein Verstummen, ein Zögern, ein Gefühlsausbruch gehört wesentlich zur Authentizität der Person und zur Authentizität der Aussage mit hinzu. Bei diesen Filmen ist es auf eine Vielzahl von Stimmen angekommen. Deshalb sollte nicht die Lebenserfahrung einer einzelnen Person im Mittelpunkt stehen, sondern die der vielen „Normal-Menschen“: Sie sind die Hauptpersonen, ihre oft sehr unterschiedlichen Aussagen geben den Filmen die entscheidende Struktur. Selbstverständlich musste auch die Subjektivität und die Parteilichkeit dieser Erinnerungsprotokolle berücksichtigt und die Gesprächspartner deshalb so gegeneinander „montiert“ werden, dass ihre Aussagen nicht nur das filmische Geschehen und den Erzählduktus vorantrieben, sondern dass sie sich – scheinbar – auch Stichwörter lieferten, die jeweils von den anderen aufgegriffen, ergänzt, in Frage gestellt oder widerlegt werden konnten. Ferner schien es sinnvoll, die Aussagen der Zeitzeugen und die allgemeinen geschichtlichen Tatbestände durch einen „Fach-Kommentar“ zu erläutern und zu hinterfragen 

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Nationalsozialismus im Alltag Filme von Johannes Volker Wagner

Alle vier Filme zusmmen in Geschenkbox € 69,90

 

1) - Eine Revierstadt wird braun; 2) - Arbeit und Leben im Dritten Reich; 3) - Stadt im Krieg – Der Bombenkrieg; 4) - Ruhrarbeiter im Widerstand.

 

Alle Filme erscheinen Anfgang Februar 2012 und können hier zusammen mit Preisvorteil bestellt werden!



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Nationalsozialismus im Alltag (4 Filme)

Nationalsozialismus im Alltag (Film I), Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0801-8, Spieldauer ca. 45 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm.; Nationalsozialismus im Alltag (Film II), Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0802-5, Spieldauer ca. 45 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm. ; Nationalsozialismus im Alltag (Film III), Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0803-2, Spieldauer ca. 45 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm.; Gesprächsprotokolle mit Zeitzeugen. Nationalsozialismus im Alltag (Film IV), Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0804-9, Spieldauer ca. 30 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm. Alle Filme mit Infomaterialien. Beachten Sie auch das Begleitbuch: Johannes Volker Wagner: Nationalsozialismus im Alltag. Filmbegleitbuch und Historisches Lesebuch, Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0836-0, kart. ca. 110 S. 19 x 12 cm. EUR 12,90.

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Liechti, Martin: Sage mir ...

Aphorismen und Notate, Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0841-4, kart. 20 x 12,5 cm. 128 S.€ 14,90

 

Das Buch erscheint Mitte Februar 2012 und kann gern hier vorbestellt werden!

 

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Liechti, Martin: Sage mir ...

MARTIN LIECHTI, geb. in Jegenstorf (Bern / Schweiz), lebt als Autor in Zürich. Neben Romanen (u.a. „ICH WILL“, „Noch sind wir allein“ und „Hic salta“) veröffentlichte er vor allem Aphorismen. So die Sammlung „Sätze und Ansätze“ (Nimrod-Literaturverlag Zürich, 2002), „Vorund Nachgedachtes“ (Rauhreif-Verlag Zürich, 2005), „Wort- und Kopfsprünge“ (Littera Autoren Verlag Zürich, 2008) sowie „Im Fluss ...“ (ebd., 2010). „In bald witzig verkürzten, bald lakonisch verdichteten Notaten vermisst Liechti das menschliche Streben ... decouvriert mit nüchternem Blick auf das menschliche Treiben die unvermeidlichen Widersprüche des Daseins, die kleinen Lächerlichkeiten des Alltags, die Vergeblichkeit frommer Wünsche.“ (Neue Zürcher Zeitung). 

 

APHORISMEN öffnen Denkräume aus sparsamen Worten, mal spöttisch, mal lyrisch, mal eine Spur philosophisch. Man ist gleich mittendrin. Für Abwechslung ist gesorgt. Der Aphorismus bietet Trost, reizt zum Widerspruch, entführt. „Nicht hier, nicht dort – immer irgendwo daneben liegt unser Wunschort“, könnte man Liechti variieren



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Neuerscheinungen Januar 2012

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Rieck, Heide/Grotjahn, Friedrich (Hrsg): Die Briefe, meine, lasest Du im Schlaf

Literatur von Ufer zu Ufer, Письма мои читал ты во сне. Lyrik & Prosa (Deutsch -Russisch) Im Auftrag der Bochumer Literaten herausgegeben, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0837-7, kt. 21 x 14,5 cm. 208. S. € 19,90

 

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Die Briefe, meine, lasest Du im Schlaf

Zum Buch
Wer kennt die schillernde Facette der russisch-jüdischen Gegenwartsliteratur an Rhein und Ruhr? Sie sichtbar zu machen und heutiger deutscher Literatur gegenüber zu stellen, ist Sinn und Absicht dieser in den Sprachen deutsch und russisch verfassten Anthologie. Den Anstoß zu diesem Projekt gaben die „Jüdischen Kulturtage in NRW 2011“, in deren Rahmen die „Bochumer Literaten“ hier lebende jüdische Autorinnen und Autoren, von denen die Mehrzahl russisch schreibt, zu einer Lesung eingeladen hatten. Zur Erinnerung: Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zogen mehr als 17.000 Juden aus Russland und der Ukraine auf Einladung der Bundesregierung nach NRW. Darunter zahlreiche Autorinnen und Autoren. Seit zwei Jahrzehnten schreiben sie hier einsam in ihrer Muttersprache – wie auf einer Insel. Die Anthologie soll die beiden Kulturkreise zusammenführen. Die deutschsprachigen Beiträge stammen von den Mitgliedern der „Bochumer Literaten“. So versteht sich dieses Buch als eine Sammlung regionaler Literatur in zwei Sprachen aus zwei großen Kulturkreisen. Die angesprochenen Themen sind so unterschiedlich wie die literarischen Formen. – Eine spannende Mischung, die es in dieser Form wohl noch nicht gegeben hat. So spannt diese Sammlung von Erzählungen und Gedichten eine Brücke zwischen hier eingewanderten jüdisch-russischen und jüdisch-deutschen Autorinnen und Autoren und den seit Jahrzehnten in Westfalen Schreibenden. Eine Brücke zwischen zwei großen Kulturkreisen. Um sie von beiden Ufern betreten zu können, wurden die russischen Texte ins Deutsche und die deutschen ins Russische übertragen.



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Neuerscheinungen Dezember 2011

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Weinmann, Gunhild & Peters, Helmut: JAMMERN ZWISCHEN TÜR UND ANGEL

Der kleine Bürohelfer mit Illustrationen von Peter Schmitz, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0834-6, kart. 50 S. 14,8 x 10,5 cm Querformat.€ 4,90

 

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JAMMERN ZWISCHEN TÜR UND ANGEL

Zum Buch:

Achtung!!! Nicht geeignet für Verbissen-positive-Denker und unverbesserliche Strahlemänner und -frauen !!! Sämtliche Ähnlichkeiten mit realen Situationen bzw. Personen sind nicht ungewollt, aber rein willkürlich gewählt! D. h. wer sich angesprochen fühlt, darf eine Runde extra jammern! Ganz wichtig für Anfänger: Jammer erst mal zu Hause im stillen Kämmerlein, sonst kann es dir passieren, dass dir das Jammern von unleidlichen Kolleginnen verleidet wird! Jammern hilft, aber nur dann, wenn du es von klein auf richtig lernst und anwendest! Jammern im richtigen Moment kann Berge versetzen! Jammern verbindet - Nichtjammern trennt! Deshalb: Jammer niemals alleine! Such dir einen Jammerpartner, denn Jammern allein ist jammerschade! Das wertvolle Jammern würde verpuffen! Jammern funktioniert überhaupt nur mit einem Gegenüber, der/die das Jammern wahrnimmt und ins gleiche Horn jammert! Aber: Erst wer genug Jammererfahrung zu Hause und unterwegs gesammelt hat, sollte sich trauen, das Jammern ins Büro zu verlagern!!! Denn da gehört es natürlich hin!

 



Die Autoren:

GUNHILD WEINMANN - geboren 1957 in Aschaffenburg, lebt seit 15 Jahren In Krefeld. Sie arbeitet seit 10 Jahren bei der Diakonie. Bisher keine Veröffentlichungen. Die Idee zu diesem Buch entwickelte sich während eines jämmerlichen Telefonats mit ihrem Kollegen Helmut Peters. Beide erprobten das Jammern einige Jahre erfolgreich in Pausen. So war es von der Idee zur Umsetzung nur ein kleiner Schritt. HELMUT PETERS - geboren 1950 in Bochum, lebt seit 2005 in Herten und arbeitet - wie Gunhild Weinmann - bei der Diakonie, allerdings schon seit 1991. Schreiben und veröffentlichen sind seit Jahren sein Spielbein. Das Jammerbuch stellt eine völlig neue Art des Schreibens dar. Bisherige Schwerpunkte: Aphorismen, Lyrik, Kurzprosa.

 

Der Zeichner:

PETER SCHMITZ - 1969 in Krefeld geboren. Nach seinem Studium im Fach Grafik-Design arbeitet er als freier Grafiker, Illustrator und Karikaturist. Diverse Veröffentlichungen und Ausstellungen im Bereich der freien Malerei. Er arbeitet im Stadttheater Krefeld, um nicht wegen finanzieller Sorgen herum jammern zu müssen. 



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Uhlenbruck, Gerhard: Sprüche.

Gedankensprünge von Mensch zu Mensch, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0835-3, kart. 21 x 14,5 cm. 136 S.€ 12,90

 

Das Buch ist soeben erschienen 2011 und kann gern hier bestellt werden!



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Sprüche

Zum Buch:

Dies ist bereits nach "Wortmeldungen" 2009 und "Spruchreif" 2011 das dritte Buch von Gerhard Uhlenbruck in unserem Verlag. Wie von ihm gewohnt ist auch diese umfangreiche Aphorismensammlung humorvoll, bissig, witzig, wie es sich für einen echten Kölner gehört. Natürlich sind viele Medizinaphorismen und zahlreiche Sprüche, die sich mit dem Alter beschäftigen darunter, immer mit einem kleinen nachdenkliche Seitenhieb versehen!

 

Gerhard Uhlenbruck:

* 17.06.1929 in Köln. Studium der Medizin und Biochemie an der Universität Köln. Als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft Ausbildung in dem Fach Immunologie an den Universitäten London und Cambridge (England). Bis zu seiner Emeritierung 1996 Universitäts-Professor und Direktor des Instituts für Immunbiologie an der Universität Köln, davor 10 Jahre Abteilungsleiter am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Köln. Wie aber kommt man als Arzt zum Schreiben und zur Wissenschaft Immunologie? Ursache war eine seltene immunologische Erkrankung (Sarkoidose), die während der Ausbildung zum Internisten auftrat. Der Autor motivierte sich dann zum Schreiben während eines Reha-Aufenthaltes ("Zauberberg-Erlebnis") im Schwarzwald: Folge war ein "aphoristischer" Gedichtband noch unter einem Pseudonym (Gerhard Günther: "Nicht für immer - ." 1975). Ab 1977 erschienen dann in regelmäßiger Abfolge insgesamt 32 eigene, vorwiegend medizinische Aphorismenbücher (bis zu drei Auflagen) sowie drei Anthologien mit H.H. Skupy (2) und H.H. Kersten.



Schnuppertexte:

"Das Gegenteil von einer unglücklichen Ehe ist eine zufriedene Ehe"; "Polterabend: Glück und Glas - wie leicht bricht das?"; "Leider hat Glück nur eine kurze Haltbarkeitsgarantie: Es gibt demzufolge keine glücklichen, wohl aber zufriedene Ehen"; "Wenn man sein Leben nur mit Arbeit ausfüllt, kann es auch daran liegen, dass man innerlich hohl ist"; "Abnehmen: Der Speck heiligt die Mittel ihn loszuwerden"; "An sich denkt jeder nur an sich, und tut nur gutes wenn es ihm gut tut"; "Die meiste Zeit unseres Lebens verlieren wir damit, Zeit für uns zu gewinnen".



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Käufer, Hugo Ernst: Heimat Sprache als Tor zur Welt  

Werke Teilsammlung: Gedichte · Kurzprosa · Vertonungen -Aphorismen · Epigramme - Essays · Reden · Rezensionen( 2007-2011) Mit Holzschnitten und Zeichnungen von Ernst Barlach, Artur Cremer-acre, HAP Grieshaber, Horst Dieter Gölzenleuchter, Manfred Wotke und einer Einführung von Joachim Wittkowski, Bochum 2011/12, ISBN 978-3-8196-0830-8, geb. mit Schutzumschlag und Lesebändchen 416. S. € 27,90

 

Das Buch ist soeben erschienen vorab zum 85. Geb. des Autors (13. Febr. 2012) und kann hier bestellt werden

 

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Heimat Sprache als Tor zur Welt

Die Ausgabe enthält als Werke-Teilsammlung Gedichte, Kurzprosa, Aphorismen, Epigramme, Essays, Reden, Rezensionen und Vertonungen, die in Einzelveröffentlichungen zwischen 2007 und 2011 erschienen sind. Hervorzuheben sind die Lyrik-Zyklen „Wortwörtlich“, „Mitunter ein Anker“, die Vertonungen „ars moriendi, ars vivendi“ und „Hoffnung ist“, Komponist Prof. Jürgen Löchter, die Aphorismensammlung „Kriecher stolpern nicht“, sowie aus dem Prosateil die Essays „Wer nicht hören will, muss sehen, HAP Grieshaber“, „Einer der besten Erzähler der Gegenwart. Hommage an Michael Klaus“ und „Wenn die Bäume sterben, sterben auch die Menschen. Über den Holzschneider Horst Dieter Gölzenleuchter“. Begleitet werden die Texte von zahlreichen Holzschnitten und Zeichnungen, die in besonderer Weise die Affinität Hugo Ernst Käufers zur bildenden Kunst der Vergangenheit und Gegenwart dokumentieren. Vertreten sind Ernst Barlach, Artur Cremer-acre, HAP Grieshaber, Horst Dieter Gölzenleuchter und Manfred Wotke. Vorangestellt ist eine Einführung von Joachim Wittkowski: 'Worte wie Blätter am Gingko' Der Band ist eine Fortsetzung und wesentliche Ergänzung der bisher erschienenen Werke-Teilsammlungen, die das Gesamtwerk Hugo Ernst Käufers dokumentieren, das in den vergangenen sechzig Jahren entstanden ist und sich formal und inhaltlich eigenständig auszeichnet, ein Werk, das 1950 mit der Veröffentlichung des Gedichtes „Alte Frauen“ in der Zeitung „Die Welt“ begann und seitdem in 70 Einzelausgaben kontinuierlich gewachsen ist.

 

Hugo Ernst Käufer: geb 1927 in Annen, war Direktor der Stadtbücherei Gelsenkirchen, Gründer der "Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen", Mitbegründer des "Werkkreises Literatur der Arbeitswelt", ist Vorsitzender der "Liselotte und Walter Rauner Stiftung Bochum", Ehrenvorsitzender der Europäischen Autorenvereinigung "Die Kogge", Mitglied des PEN. Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und Anthologien, erhielt zahlreiche Preise und Auszeichungen, darunter den Literaturpreis Ruhrgebiet 2002 und den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen 2008. Käufer zählt zu den umtriebigsten und produktivsten Literaturmultiplikatoren der Gegenwart. Neben eigenen Gedicht- und Essaybänden gab er als kritischer Chronist zahlreiche Anthologien heraus. Zu seinen Weggefährten zählten u.a. Max von der Grün und Paul Schallück. 

 



Aus dem Vorwort von Joachim Wittkowski:

Hugo Ernst Käufer ist ein wahrhafter homme de lettres: Als Schriftsteller,
dessen älteste publizierte Gedichte aus dem Jahr 1947 datieren,
wie als Bibliothekar, der seine Laufbahn 1951 in der Stadtbücherei
Witten begann, hat er sich ein Leben lang mit der Literatur beschäftigt.
Frucht dieser Tätigkeit sind zahlreiche seit 1952 kontinuierlich
erschienene Bücher mit literarischen Werken, überwiegend Gedichten,
dazu Herausgeberschaften literarischer Bücher oder solcher, die
sich mit Literatur befassen, bibliothekarische Publikationen, Beiträge
in Anthologien und Zeitschriften, Vor- und Nachworte, Lexikonartikel;
daneben ist Hugo Ernst Käufer in der Presse präsent mit Gedichtabdrucken,
Artikeln über Schriftsteller, Rezensionen. Und bei all dem
darf nicht vergessen werden, dass Hugo Ernst Käufer ein bedeutender
Förderer der Literatur im Ruhrgebiet ist: Die von ihm initiierte
»Literarische Werkstatt Gelsenkirchen« ist sein Werk; zudem war er
Mitbegründer des »Werkkreises Literatur der Arbeitswelt«, engagiert
sich ungezählte Male als Jury-Mitglied literarischer Preise, als Vorsitzender
der »Liselotte und Walter Rauner-Stiftung« wie der »Gesellschaft
der Freunde der Stadtbücherei Gelsenkirchen«. Allein schon
die Vielfalt und der Umfang der Tätigkeiten auf dem weiten Feld der
Literatur zeigt an, dass für Hugo Ernst Käufer Literatur im Zentrum
des Lebens angesiedelt ist.

Mit den vier Sammelbänden Stationen (1977), Ohne Erinnerung hat
die Zeit kein Gesicht (1997), LeseZeichen (2001) und Zwischenbericht
(2007) liegt als eine Art Werkausgabe in Einzelbänden eine Übersicht
über Hugo Ernst Käufers literarisches Schaffen in der Zeit von 1945
bis 2007 vor, deren Auswahl er selbst getroffen hat. Was hier versammelt
ist, das hat für den Autor auch in der Rückschau Bestand.

Was bleibt zu sagen nach den ersten sechzig Jahren des Schreibens?
Die Antwort gibt der hier vorliegende fünfte Band dieser Reihe, Heimat
Sprache als Tor zur Welt, der Texte aus den Jahren 2007 bis 2011,
den fünf Jahren vor Hugo Ernst Käufers 85. Geburtstag versammelt.
Es ist keineswegs klischeehaft, wenn ein Autor in seinem 85. Lebensjahr
„die Summe / unterm Strich / ziehen“ will, sondern der keiner Erklärung bedürftige Drang, sich seiner Identität zu vergewissern,
sich, soweit dies möglich erscheint, Klarheit zu schaffen über das eigene
Leben, seinen Zielpunkt, seine schmerzlich empfundenen Tiefen
und über das, was man bewirkt haben mag. Letztlich gehört dies zum
Wesen der Dichtung: "Wort um Wort am eigenen Leben entlang".

 



Presse:

"...Der Stift gehört untrennbar zu Käufer, das Schreiben ist sein Zugang zur Welt...Virtuos beackert der Schreiber Käufer manches Feld: Gedichte, Kurzprosa, Vertonungen, Aphorismen, Epigramme, Essays, Reden und Rezensionen enthält die Sammlung und darin bilden sich die Facetten der Welt des Altmeisters ab. Melancholie, Tod, Abschied sind fast allgegenwärtige Themen; ein Humor, oft von gewisser Bitterkeit und Grimm durchwirkt durchzieht die Texte genauso wie ein stetes Engagement zu Gunsten der Schwachen, der Einzelnen und der Abgehängten. Der Bleistift symbolisiert auch den Nachdruck, der in Käufers Schreiben immer mitzulesen ist - egal welches Thema er beackert. Wenn ein Autor in doppelter Hinsicht so etwas hat wie "eine Handschrift" , dann Käufer...."(Tom Thelen WAZ 16.12.11) 

 

Mühelose Stilvielfalt

Ein schöner Sammelband vereint Hugo Ernst Käufers Werk von 2007 bis 2011

 

Was bleibt zu sagen nach sechs Jahrzehnten des Schreibens? Die Frage, die der
Germanist Joachim Wittkowski im Vorwort zur neuen TexteSammlung Hugo Ernst Käufers stellt, ist natürlich eine rhetorische. Auf über 400 Seiten kommt der Band, der Werke aus den Jahren 2007 bis 2011 vereint.

 

Gedichte, Kurzprosa, Aphorismen, Essays, Reden, Rezensionen und auch Lieder
gehören zum ungeheuer breiten Stilrepertoire, in dem sich der Bochumer Autor, der am 12. Februar kommenden Jahres 85 wird, mühelos bewegt. In seinen Gedichten und Aphorismen gibt Hugo Ernst Käufer Hinweise auf seine Motivation, zu schreiben. „Im Gefäß Wort / die Welt erkennen/ sie neu erfinden“, ist sein Ziel. „Wort für Wort / am eigenen Leben / entlang“, heißt es an anderer Stelle. So ist Käufer sein Leben
lang ein kritischer Begleiter des Weltgeschehens gewesen, hat sich stets zur gesellschaftlichen und politischen Funktion der Kunst bekannt. Er schreibt gegen das Vergessen, für die Schwachen und Abgehängten. Sein Schreiben ist Erinnerung
an das eigene Leben, das immer mit Literatur zu tun hatte...und Würdigung von Freunden und Weggefährten wie den Autoren Werner Streletz und Friedrich
Grotjahn der Holzschnitt Künstler HAP Grieshaber und Horst Dieter Gölzenleuchter.
Ihre Werke bebildern das umfangreiche Sammelwerk, das sich wunderbar zum literarischen Flanieren, zum ziellosen Aufschlagen und in den Worten verlieren eignet. Große Meisterschaft hat Käufer zuletzt nämlich vor allem in den kurzen Formen bewiesen. Reich sind seine Aphorismen – eine fast ausgestorbene Form. Wofür Hermann Hesse einen ganzen Roman, den „Steppenwolf“, gebraucht hat, das sagt der Bochumer in einem Satz: „Lebensaufgabe: / Klarkommen mit den Vielen
in mir“. Und ein anderer Aphorismus aus der komplett im Band enthaltenen Sammlung „Kriecher stolpern nicht“ bringt in klaren Worten das Zeit Verständnis
des Autoren auf den Punkt: „Die Gegenwart ist so, wie die Vergangenheit sie gemacht hat.“
(Max Florian Kühlem; Ruhr-Nachrichten 21.12. 11)





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Neuerscheinungen November 2011

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Küster, Rainer & Schneider, Rüdiger: "Wolfszorn"

Kriminalroman aus dem Ruhrgebiet, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0828-5, 282 S. kart. 18,5 x 12 cm. € 12,90

 

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Wolfszorn

Zum Buch:

Als man den Arzt Dr. Christoph Auffermann tot auf der Bochumer Erzbahntrasse findet, scheint für die Kommissare Brenner und Rogalla eine normale Ermittlung zu beginnen. Doch bald zeigt die DNA-Analyse, dass die beiden vor dem ungewöhnlichsten Fall ihrer Karriere und vielleicht sagar der Kriminalgeschichte überhaupt stehen. Ein zweites Opfer wird auf die gleiche Weise hingerichtet. Der Polizeipräsident fordert die Unterstützung einer Profilerin des LKA an. Man hat es mit einem hochintelligenten Täter zu tun, der zudem, was die Auswahl der Opfer betrifft, moralisch motiviert scheint. Hilfreiche Hinweise bekommen die Kommissare auch von einer pfiffigen Praktikantin, mit der Rogalla gern zusammen arbeitet. Mehr und mehr konzentrieren sich die Ermittlungen auf den Kreis um den Bochumer Arzt. Welche Rolle spielt die geheimnisvolle und prätentiöse Künstlerin Klara Bodschwinna? Oder der Frührentner Jochen Buchholz, der Auffermanns Ehefrau sehr zugetan ist? Rätsel gibt auch der Dichter Andreas Arndt auf, der mit der Vergangenheit nur noch lyrisch fertig wird. Und ebenso verdächtig ist in dem illustren Kreis ein Zahnarzt, der nicht nur Zähne zieht. Als ein drittes Opfer aus dem Auffermann-Kreis gefunden wird, hat die Presse ihre Schlagzeilen, und der Polizeipräsident wird ziemlich nervös. Es kommt zu einem tödlichen Finale, bei dem Brenner wie gelähmt erscheint.

 

Nach "Drachentod" ist dies der zweite Bochum-und Revierkrimi des erfolgreichen Autorenduos. in unserem Verlag!

 



Die Autoren:

RAINER KÜSTER: Jahrgang 1942, studierte in Hamburg und Bochum, promovierte an der Ruhr-Universität; bis zu seiner Pensionierung war er Studiendirektor an der Theodor-Körner-Schule in Bochum; viele Jahre Lehrtätigkeit am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität. Autor der Sammlung „Bochumer Wortschätzchen“ (mit Josef Fellsches) und des Kriminalromans „Der Kreis des Kopernikus“ (mit Rüdiger Schneider); letzte literarische Veröffentlichung: „Bochumer Häuser“, Oberhausen 2006. Als ewiger Besitzer einer Dauerkarte ist Küster dem VfL Bochum in Freud und Leid verbunden.

 

RÜDIGER SCHNEIDER: Jahrgang 1947, nach der Promotion in Germanistik Unterricht am Gymnasium und als Dozent an einer Universität in Bangkok; während dieser Zeit Motorradtouren durch verschiedene Länder Südostasiens; Reisereportagen. Förderpreis zum Literaturpreis Ruhrgebiet. Es erscheinen die Kriminalromane ‚Pandoras Schatten’, ‚Das Nausikaa-Fragment’, ‚Der Kreis des Kopernikus’ (zusammen mit Rainer Küster), ‚Loreley’ und der Erzählband ‚Siamesische Nächte’. Seit 1989 Herausgeber der Literaturzeitschrift ‚Scheherazade’. Seit 2008 Reportagen über den Jakobsweg, den der Autor mal mit und mal ohne Esel geht. 

 

Presse:

 

Krimi von der dunklen Seite des Lebens

 

Rainer Küster, Rüdiger Schneider

Wolfszorn

Kriminalroman aus dem Ruhrgebiet

 

Wenn die Kommissare Brenner und Rogalla nach der Aufklärung ihres Falles in Rainer Küsters und Rüdiger Schneiders drittem gemeinsamen Kriminalroman „Wolfszorn“ (Brockmeyer Verlag, 12,90 Euro) auf ein Bier im Bochumer Café Tucholsky sitzen, weiß der Leser, dass Polizeiarbeit Spuren hinterlässt. „Der Fall ist ungewöhnlich“, heißt es im Roman, und diese Feststellung ist nicht übertrieben, denn die Kommissare werden mit der Erkenntnis konfrontiert, dass der Mörder kein Mensch, sondern ein Wolf ist.

 

Das hat zur Folge, dass den Kommissaren eine Profilerin zur Seite gestellt wird, die helfen soll, Licht ins Dunkel zu bringen. Eine andere Frau, eine Praktikantin, ist durch ihre forsche Art eine Hilfe für das Ermittlungsteam. Beide Kommissare reagieren unterschiedlich auf die Anwesenheit der Frauen, was auf einer ganz anderen als der Mord-Ebene schon interessant und lesenswert ist. Überhaupt geht es in diesem Kriminalfall um Liebe in all ihren Spielarten und um den Tod, der kein natürlicher ist, ausgelöst von einem Ereignis in der Vergangenheit, an dem die Opfer beteiligt waren.

 

Auge um Auge

 

Der Kreis der Opfer ist eine Clique, deren Mitglieder befreundet sind und verheiratet. Jede dieser Ehen ist belastet oder schon längst keine mehr, ein Wust aus Untreue, Gleichgültigkeit und Verrat. Und einer steht dabei, Jochen Buchholz, der eigentlich nicht dazu gehört.

 

Aber es geht auch um Gerechtigkeit, wenn man Rache aus einem verständlichen Blickwinkel so bezeichnen will. Bei jedem Ermordeten findet man eine rote Karte mit der Aufschrift „Ex 21“, die auf das zweite Buch Mose hinzuweisen scheint: „Auge um Auge, Zahn und Zahn.“

 

Rainer Küster und Rüdiger Schneider haben mit ihrem dritten Krimi ein außergewöhnliches Buch geschrieben, in dem alles passt, die vielen agierenden Figuren, die Spannung, auch die klare schnörkellose Sprache. Kenntnisreich beschreiben sie das Milieu des Ruhrgebiets, die Liebe zum Fußball, die auch ihre eigene ist. Und last not least haben sie ein Gespür für Auftritte, Abgänge und große Momente, was auf der dunklen Seite des Lebens von Vorteil ist. (Michael Starcke, WAZ vom 15. 11. 2011)



Ruhr Nachrichten 8.12.11

Ein Wolf als Tatwaffe : Rainer Küster und Rüdiger Schneider veröffentlichen dritten Krimi

In Bochum herrscht ein mörderisches Klima, meinen zumindestens die vielen Autoren, die hier ihre Krimis ansiedeln.
Dazu gehören auch Rainer Küster und Rüdiger Schneider, die in „Wolfszorn“ zum dritten Mal ihre Kommissare Brenner und Rogalla auf Spurensuche schicken. Jahrhunderthalle und Erzbahntrasse, Schlosspark Weitmar und Henrichshütte Hattingen sind Schauplätze, am Ende trinken die Kommissare ein Bier im Café Tucholsky. Dazu gibt es immer wieder Anspielungen auf das Kulturhauptstadtjahr
und die Bedeutung, die der Fußball im Revier hat. In dessen Umfeld hatte noch der letzte Krimi „Drachentod“ gespielt.

 Wie immer die beiden Autoren ihre Arbeit aufgeteilt haben mögen, geschrieben ist es wie aus einem Guss. Dabei bieten sich gleich mehrere lesenswerte Erzählstränge, die sich spannungsreich abwechseln. Brenner und Rogalla müssen den ungewöhnlichsten Fall ihrer Karriere lösen. Der Mörder hat eine besondere „Tatwaffe“ gewählt: einen riesigen Wolf. Einem Mann nach dem anderen wird die Kehle durchgebissen. Bei jedem findet sich eine Karte, die auf die Bibel verweist: „Auge um Auge, Zahn um Zahn."

 Die Kommissare  kommen nur langsam voran, nähern sich dem Mythos Wolf,  während der Polizeipräsident zunehmend Druck macht. Der Leser erfährt währenddessen einiges über eine angesehene Freundesclique. Hier ist keiner so richtig sympathisch. Untreue und Gleichgültigkeit herrschen statt Liebe und Freundschaft. Die Männer vereint ein altes Geheimnis, dass ihnen jetzt zum Verhängnis wird.

Nicht weniger interessant liest sich die „Beziehungsgeschichte" der beiden Kommissare – VfLFan der eine, SchalkeAnhänger der andere. Sie mögen sich, aber sie beobachten auch eifersüchtig die Arbeit des jeweils anderen. Pikant, dass Brenner diesmal mit einer attraktiven Profilerin arbeitet, Rogalla eine pfiffige Praktikantin an der Seite hat. Schilderungen von Rogallas Privatleben vermitteln den Eindruck, dass Küster
und Schneider noch viel vorhaben mit ihrem Ermittlerpaar.
Und das ist gut so.
Ronny von Wangenheim


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Grotjahn, Friedrich: Helga im Kamin und andere Geschichten.

Mit Pinselzeichnungen von Horst Dieter Gölzenleuchter, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0831-5, kart ca 110 S mit 11 s/w Zeichnungen.€ 12,90

 

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Helga im Kamin und andere Geschichten

Zum Buch:

Siebzehn Geschichten. Ganz schön skurril, einige wenigstens: da wird jemand zur Taube, ein anderer steigt in ein Bild hinein und erlebt darin eine rasende Busfahrt durch den Weltenraum. Es gibt Szenen, wie sie jeder schon mal erlebt hat: ein Klassentreffen, eine unverhoffte Begegnung mit einem miesen Menschen von früher, und man kann nicht ausweichen. Es geht um Erinnerungen: an das Vaterhaus, den Unfall, das Grab des Mannes. Es geht um das Zurechtfinden müssen in gewandelten Zeiten: so der Cowboy, der erleben muss, dass sein Gegner, statt sich ihm zu stellen, einen Rechtsanwalt vorbei schickt. Und schließlich geht es um die „Schöne neue Welt“ des Ruhrgebiets. Zwei Geschichten heben sich auch schon durch ihren Umfang von den vielen anderen heraus: In „Sonnige Tage“ treffen ein lebensmüder Verkäufer und ein Obdachloser aufeinander, zugleich zwei Vorstellungen von Glück. Und in der Titelgeschichte geht es um Liebe in versteinerten Verhältnissen, und das Ruhrgebiet als Reich der Freiheit. Horst Dieter Gölzenleuchter, der schon das letzte Buch Friedrich Grotjahns bebildert hat, hat das Titelbild und Tuschzeichnungen zu zehn der Geschichten beigesteuert. Starke Bilder, die sich durchaus nicht als Illustration, sondern als Interpretationen verstehen. Sie bringen eine buchstäblich neue Blickrichtung in das Buch. Nach "Eine Gerechte und Zwei Schwestern" das zweite Buch des Autors in unserem Verlag

 



Friedrich Grotjahn *1935 in Hary/Niedersachsen, Journalist und Autor, wohnt in Bochum. Als gelernter Theologe war er bis 1991 auf verschiedenen kirchlichen Arbeitsfeldern tätig. In seinem „zweiten Leben“, seit 1991, arbeitet er als Radio-Journalist und Buchautor und ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller und in der „Kogge“.

 

Horst Dieter Gölzenleuchter: (* 1944) Maler / Grafiker & Autor. Lebt in Bochum. Linol–/ Holzschnitte, Skulpturen, Radierungen, Gedichte, Texte Ausstellungen im In- und Ausland. Arbeiten in staatlichen wie privaten Sammlungen. Initiator der Werkstatt und Edition Wort und Bild. Veröffentlichungen bei verschiedenen Verlagen. 

 

Presse:

Storys über die Heimkehr und das Wiedersehen.

Wenn der verlorene Sohn in Franz Kafkas kleiner Erzählung „Heimkehr“ nach Hause kommt, bleibt er wie erstarrt vor dem Hof des Vaters stehen. Er wird nicht heimkehren. Anders in Friedrich Grotjahns gleichnamiger Eingangsgeschichte aus dem Buch „Helga im Kamin – und andere Geschichten“, das, begleitet durch Zeichnungen von Horst Dieter Gölzenleuchter, im Bochumer Brockmeyer-Verlag erschienen ist. Bei Grotjahn gibt es die Heimkehr, gibt es ein Wiedersehen mit dem Vater. Der alte Mann hat schon auf seinen Sohn gewartet.

Das Heimkehr-Motiv zieht sich durch viele der hier versammelten siebzehn Geschichten, ebenso wie sein Gegenstück: das Motiv vom Abschied. Grotjahn macht klar, dass Heimkehr und Abschied – auch in seiner letzten Konsequenz – nur Kehrseiten derselben Medaille sind. In der Geschichte „Klassentreffen“ finden beide Motive versöhnlich zueinander, und zwar im Bett. Und die Titelgeschichte „Helga im Kamin“ deutet an, dass man in den Ruhrpott heimkehren kann, selbst wenn man noch nie dagewesen ist.

Grotjahns Sprache ist locker, oft lakonisch, geschult an Borchert und Böll, den Meistern der Kurzgeschichte. Seine Dialoge formt er nah an der Alltagssprache, sie stehen mitten im Leben. Schnell findet der Leser Vertrauen zu den Figuren dieser Geschichten, besonders zu den Frauen; als Grotjahnleser meint man, einige von ihnen schon zu kennen. Aber vor Überraschungen ist man bei diesem Autor nie sicher: Einem Busfahrer begegnet auf seiner gewohnten Strecke immer wieder ein schwarzer Todesengel, Odysseus taucht mit einer Flasche Rum in Lenas Küche auf und ein Cowboy reitet aus einem Bild heraus bis in die blauen Berge.

Horst Dieter Gölzenleuchters Pinselzeichnungen kommentieren die Geschichten auf gewohnt eigenständige Weise, akzentuieren, was dem Künstler wichtig ist. Text und Bild ergänzen einander. Man merkt, hier haben zwei Freunde zusammen gearbeitet. Es hat sich gelohnt. (Rainer Küster, WAZ vom 10. 12. 2011)





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Rosenkranz, Hermann: Die Lakonik des Mondes.

LAUTER NUTZLOSE NOTATE, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0824-7, kart. 82 S. 19 x 12 cm. € 9,90

 

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Die Lakonik des Mondes

Hermann Rosenkranz: *1932, 40 Jahre Strafverteidiger in Düsseldorf. Dies ist nach "Keine Zeile ohne meinen Anwalt" (2010) der zweite Aphorismenband von Hermann Rosenkranz in unserem Hause.

 

Schnuppertexte:  „Woran arbeitest du?“ „Ich bringe mein Lebenslänglich auf Aphorismuskürze“; 'Der kluge Kopf belässt die Kastanien beherzt weiter im Feuer'; 'Schlafen kann jeder. Mit Anstand müde werden – darauf kommt es an!'; 'Schreibt man „posthum“ oder „postum“? Den Betroffenen wird’s kalt lassen'; 'Allen Abwehrgesten zum Trotz – die Hand Gottes bleibt ausgestreckt'; 'Esoterik ist verbrämte Geistfeindschaft, in Bachblüten gestäubt'; Nimm dein Wasserbett und geh – dahin, wo die Wellness wächst'; 'Am Scheideweg haben sie jetzt einen Campingplatz eingerichtet'; 'Die Zeit heilt keine Wunden, aber sie wechselt häufiger den Verband'; 'Lorbeer lässt sich nicht bei Fleurop ordern'; 'Jeder hat seinen Tunnelblick. Allerdings sind die Tunnel heutzutage gut beleuchtet'. Weiteres s. LESEPROBE!

 

Presse:

"Rosenkranz...ist ein Phänomen...Es ist unmöglich bei den Rosenkranz'schen Sprüchen nicht zu schmunzeln. Und wer sie sich so richtig auf der Zunge zergehen lässt, findet sehr viel Tiefsinniges darin. Denn bei allem Witz, Ironie und Sarkasmus - dahinter steckt ein Literat, der registriert und über alles nachdenkt, vielfach auch über sich selbst. Und dabei zu der verblüffenden Erkenntnis kommt: 'Ich bin mir nicht gewachsen'" (Ursula Posny NRZ 17.12.11) 



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Neuerscheinungen Oktober 2011

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Träbert, Detlef: DenkMalAn!

Aphoristische Andenken, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0826-1, kart. 80 S, 19 x 12 cm.€ 9,90

 

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DenkMalAn!

Zum Buch:
DenkMalAn! – An wen oder was? Ein Denkmal lässt mich denken, ein Gedanke wird zum Denkmal. Aphorismen werden zu Standbildern, zum Denkmal, zum Andenken eines Denkprozesses.
Einige VORSÄTZE zum Buch: „Ich schreibe hobby-weise Aphorismen“; „Nicht jeder Gedanke ist spruchreif“; „Beim Hören wunderbarer Weisen kommen mir wunderbarerweise hübsche Gedanken“; „Wenn meine Fantasie blüht, kann ich die kreativsten Orch-Ideen produzieren“; „Das Notizbuch ist mein Atelier“; „Ausgefallene Einfälle sind selten, Einnahmen daraus die Ausnahme“; „Angedachtes ist noch nicht ausgedacht; Ausgedachtes, das mir wieder einfällt, war nicht stabil“.
DETLEF TRÄBERT ist freiberuflicher Schulberater und Autor. Der Diplom-Pädagoge hält bundesweit Elternvorträge, bildet Lehrer/innen, Erzieher/innen und Therapeut/innen fort und hat bisher neun pädagogische Bücher veröffentlicht (www.schubs.info). Das Schreiben von Aphorismen entwickelte sich neben seiner pädagogischen Arbeit. Träbert ist Mitglied im Förderverein für das Deutsche Aphorismus-Archiv (DAphA).
GERHARD UHLENBRUCK urteilt über DenkMalAn!: „... habe mich riesig gefreut über Ihre Aphorismen. Sie haben mir deswegen so gut gefallen, weil sie nicht nur sprachlich gekonnt, sondern auch geistvoll sind und sich kritisch mit wichtigen Themen der Zeit auseinandersetzen. Und: welch feiner Humor!“

ÜBRIGENS: „Wer dieses Buch in die Hand nimmt, kann Gedanken lesen".

 

Buchbesprechung: Mit wenigen Worten viel ausdrücken, das ist das Handwerk des Aphoristikers. Detlef Träbert beherrscht es meisterhaft, wie sein unlängst erschienener Sammelband „DenkMalAn!“ beweist. Cover des Buchs "DenkMalAn!" „Aphorismen sind ausschweifend kurz.“ So fasst Träbert das Faszinierende dieser Kunstform – angesiedelt zwischen Literatur und Philosophie – in Worte. Und dass es derer nicht viele bedarf, um seine Leser (für lange Zeit) zum Nachdenken anzuregen, macht ein Blick in den schmalen Band deutlich. Die Themen sind breit gestreut, reichen von Allzu-Menschlichem bis hin zu Statements bezüglich der Kernenergie. Erklärte Absicht Träberts: „Zum Mit- und Nachdenken über gesellschaftliche und politische Themen der Zeit anregen.“ Der studierte Pädagoge, seit vielen Jahren als Schulberater, Vortragsreferent und Autor pädagogischer Literatur tätig, kam nach eigenem Bekunden eher beiläufig zum Aphorismus: „Das Schreiben von Aphorismen entwickelte sich nebenbei, besonders angeregt durch den verblüffend aktivierenden Effekt des Einsatzes von Spruchzitaten in [meiner] pädagogischen Arbeit. So entstanden erst pädagogische, später allgemein-philosophische und schließlich auch politische Texte.“ Dieses „Nebenbei“ macht im Übrigen auch den besonderen Charme der Träbert‘schen Aphorismen aus: Was im ersten Moment scheinen mag wie beiläufig geäußert, erschließt dem aufmerksamen Leser (und Denker) ungeahnte Ein- und Ausblicke. (in: Tengo online.de)

 

Rezensent: Peter Borjans-Heuser

„Wer dieses Buch in die Hand nimmt, kann Gedanken lesen.“

So lautet einer der Aphorismen des Büchleins „DenkMalAn!“ (Klappentext und S. 7), das uns der bekannte Schulberater und vielfache Autor pädagogischer Schriften, Detlef Träbert, soeben vorsätzt. (Das „ä“ erscheint vorsätzlich!) Dieses Zitat steht unter der Überschrift „Vorsätze“ (S. 6) und ist mit anderen Sätzen der 80seitigen Sammlung von Aphorismen vor(an)gesetzt. Schon diese „Vorsätze“ sind von besonderer Hinterhältigkeit und so kreativ und anregend, dass der Leser Mühe hat, weiter zu blättern und nicht bereits beim „Vorsatz“ stehenzubleiben. Stammt so ein vorgesetzter Satz von einem Vorgesetzten? Oder geht es um die (guten) Vorsätze, also die Absichten des Autors?

Der Buchtitel weist die Richtung: Es geht dem Autor offenbar darum, den Leser zum Denken anzuregen. Natürlich hat Träbert als vordenkender Pädagoge pädagogische Hintergedanken! Er empfielt sein Aphorismenbuch im Rahmen seines „SCHUBS“ (Schulberatungsservice) auch ganz offen (und mit Recht) als Grundlage literarischer Workshops und sonstiger Schulveranstaltungen für Schüler wie für Lehrer.

Der „Vorsatz“, dass, wer dieses Buch in die Hand nimmt, „Gedanken lesen“ kann, bedeutet zunächst einmal, dass der Autor bestrebt ist,, seine Gedanken (die zum Selberdenken anregen sollen) „lesbar“ zu präsentieren. Es sind die anregenden Träbert-Gedanken, die man in dem Buch lesen kann. Aber darüber hinaus hat Träbert den anspruchsvollen Vorsatz, seine Gedanken in einer Weise darzustellen, die dem Leser Zugang verschafft zu vorher Verborgenem. „Gedanken lesen“ heißt auch Geheimnisse aufdecken.

Wie löst er seinen Vorsatz ein? Zwar spielen möglichst prägnante „Definitionen“ („Zeit ist die Währung, mit der wir unser Leben bezahlen.“ / „Trödeln ist Widerstand gegen Hektik.“ S. 63) eine wichtige Rolle, aber Träbert baut dabei nicht auf wissenschaftliche Genauigkeit. Auch versucht er nicht, seinen Gedanken durch reichliche Zugaben und epische Breite Gewicht zu verleihen. Träbert lässt Träume zu, die aber „ausgeschlafen in Form gesetzt“ (S. 9) werden müssen.  Ein „ausschweifender Gedanke“ muss „eingefangen und an der kurzen Leine prägnanter Formulierung gehalten“ (S. 9) werden. Die dargestellten Gedanken sind also sowohl traumhaft, ausschweifend, spielerisch als auch knapp, kurz, prägnant und auf den Punkt verdichtet. Nur in diesem Spannungsfeld („Aphorismen sind ausschweifend kurz.“ S. 11) erreichen sie die hier zu beobachtende Qualität und eine durchschlagende Wirkung („Schüsse, vom Kopf abgefeuert“ S. 9).
Die „Ausgeschlafenheit“ der Träbert-Aphorismen ist Ergebnis mentaler Knochenarbeit („Die kürzesten Formulierungen erfordern das längste Nachdenken.“ S. 10). Aber als Initialzündung sind die üppigsten gedanklichen Ausschweifungen zugelassen. Anschließend werden Wendungen gewendet, Aussagen auf links gedreht, Formulierungen gegen den Strich gebürstet und Worte beim Wort genommen. Es wird vertauscht, verschoben, versetzt und verworfen und heraus kommt eine so spielerisch anmutende, verdichtete Kurzform, das man den Gedankenschweiß, der darin steckt, nicht mehr spürt.

Häufig ist das Ergebnis eine sehr alltäglich und prosaisch daherkommende Erkenntnis: „Aus Schaden wird man klug – aber nur, wenn die Versicherung sie nicht erstattet“ (S. 18) oder „Wer krumme Sachen macht, muss hinterher dafür geradestehen“ (s. 21). Das ist pointierte Lebensweisheit.

Ganz spitz, scharf und bissig geraten Träberts Aphorismen, wenn sie bei konkreten gesellschaftlichen Themen wie Atomkraft („Kernkraft ist unglaublich stark – stärker als jede Vernunft.“ S. 29), Medien („Casting-Shows sind Ausscheidungsfernsehen.“ S. 38 / „Der Flachbildschirm wurde passend zum Programmniveau entwickelt.“ S.39) oder Fastfood („fast etwas zu essen“ S. 45) hinlangen. Mancher Denkspruch („Nicht jeder Gedanke ist spruchreif.“ S. 6) hat das Zeug zum unvergesslichen Ohrwurm und zubeißenden Aufmerksamkeitserreger.


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Ferstl, Ernst: Eindrücke

Aphorismen, ISBN 978-3-8196-0827-8, kart. 140 S. 19 x 12 cm mit 11 s/w Abb.€ 11,90

 

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Eindrücke

Statt eines Vorwortes: "Fischt man lange genug im Gedankenmeer, fängt man, wenn man Glück und Verstand hat, Aphorismen." Dies ist nach "Gedankenwege" (2009) der zweite Aphorismenband des östereichischen Autors in unserem Verlag

 

Ernst Ferstl: * 19.2.1955 in Neunkirchen/Niederösterreich, Wohnort: Zöbern (Bucklige Welt), Verheiratet, 4 (in Worten: vier!) Kinder. Hauptschullehrer in Krumbach (Österreich). Von ihm stammen vor allem Gedichte, Aphorismen und Haikus. Ernst Ferstl nimmt sich täglich Bedenkzeit („Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt“), in der Gedichte, Haiku (Gedichte mit 17 Silben), Aphorismen, Sprüche, Lebensweisheiten und Kurztexte entstehen. Er schreibt mitten aus dem Leben heraus – mit Herz, Hirn und Humor. „Geht es mir gut, schreibe ich meine Gedanken auf – geht es mir nicht so gut, schreibe ich sie nieder.“

 

SCHNUPPERTEXTE: "Wir können am Abend nicht jünger sein als am Morgen, wohl aber gescheiter"; "Die Kunst des Zuhören Könnens zeigt sich vor allem im Ausredenlassen"; "Wenn ich mich zwischen dir und mir entscheiden müsste, ich würde uns wählen."; "Wenn der Verstand sein Herz verliert, werden die Gedanken hartherzig."; "Ein Gedankenaustausch ist noch keine Meinungsänderung."



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Neuerscheinungen August 2011

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Hensel, Horst: Brot und Spiele.

SÄTZE ÜBER POLITISCHE ÖKONOMIE UND DEN PREIS DER KUNST, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0794-3, kart. 21 x 14,5 cm. 224 S  € 14,90

 

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Brot und Spiele

Zum Buch:
Der Autor definiert die gegenwärtige Wirtschaftsordnung als Totalitären Kapitalismus. Wäre die Äquivalenzökonomie eine Alternative? Hensel verwirft sie; die Marktwirtschaft sei effizienter. Dabei macht er sich keine Illusionen über den Markt, ebenso wenig über den Kulturbetrieb. In Ausführungen über realistische Malerei und den Tangokomponisten Piazzolla, über Kunst am Bau, die Arbeiterliteratur und die Autorenschaft der Hölderlin, Ezra Pound, Arno Schmidt, Pasolini und anderer, über Peter Hacks´ Frage nach der Preisbildung auf dem Kunstmarkt sowie Goethes Vorstoß zu Autorenrechten erörtert er Beispiele künstlerischer Selbstbehauptung in einer antagonistischen Gesellschaft. – Hensel schreibt seine Sätze über Wirtschaft und Kunst mit einer „Sprachmelodie, die das Bedürfnis weckt, ganze Passagen laut zu lesen“, wie ein Rezensent die Sachprosa des Autors kennzeichnete.
Horst Hensel entstammt einer Bergarbeiterfamilie im Ruhrgebiet: Volksschule, Lehrling, Facharbeiter; später Studium, Dr. paed, Lehrer, zugleich Lehraufträge an Hochschulen, u.a. an der Tongji-Universität in Schanghai; veröffentlicht Gedichte und Romane, Bücher zur Schulpädagogik, zur Literatursoziologie und Sprachpolitik sowie Beiträge zur Praxisphilosophie, Kultur, Politischen Ökonomie und Geschichte; ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender eines Lokalradios im Ruhrgebiet; Mitglied des Verbands deutscher Schriftsteller, des Vereins deutsche Sprache und des P.E.N.



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Neuerscheinungen Juli 2011

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Kury, Helmut/Shea, Evelyn (Eds.): Punitivity International Developments.

Vol. 2: Insecurity and Punitiveness. (Crime & Crime Policy Vol. 8/2) Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0778-3, Softcover. 608 pp. 24 x 17 cm. € 59,90

 

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Punitivity International Developments Vol. 8/2

About the Book:

This book, the second of a three-volume edition of papers by experts from over 20 countries, makes available the results of 19 studies on fear of crime and punitiveness in Western and Eastern Europe, South America, Japan and South Africa. In Part One, the relationships between insecurity, politics and the media are illustrated, and the influence exercised on crime policy by public opinion and media reporting is analyzed. Part Two shows that the results obtained when assessing feelings of insecurity and punitive attitudes depend to a great extent on the methodology used. The concept of punitiveness is a complex one, and the crucial question is to determine what should be measured, and how it should be measured. The reader will find here the results of surveys from Poland, Greece, Spain, Estonia, Costa Rica, Serbia and Croatia. Part Three offers studies of the development of criminal legislation in Turkey, Japan, Russia, France and South Africa. These show a

common tendency toward more punitive legislations, especially for serious crimes.

 



Content/Inhalt:

Contents: Kury, Helmut & Shea, Evelyn: Punitivity and Insecurity – An Introduction ; II.1. Insecurity, Politics and the Media: Larrauri, Elena & Varona, Daniel: Democracy at Work? Public Opinion and Penal Reforms in Spain Fortete, César & Cesano, José Daniel: The Role of Victimization, Punitive Attitudes and the Mass Media in Criminal Reforms in Latin America Mucchielli, Laurent: The Rise and Domination of the Law-and-Order Ideology in France (1990 – 2010): Some of its Consequences on the Criminal Justice System and on Social Control; Mosconi, Giuseppe: The Spectre of Insecurity and the “Prospering” of Prisons; Recasens, Amadeu: The Development of Punitiveness: The Case of the Police. II.2. Measuring Feelings of Insecurity and Punitive Attitudes: Kury, Helmut & Obergfell-Fuchs, Joachim: Punitiveness – How to measure it – The Effect of Punishment; Klaus, Witold, Rzeplińska, Irena & Woźniakowska-Fajst, Dagmara: Punitivity in Polish Law, Public Opinion, and Penal Policy; Zarafonitou, Christina: Punitiveness, Fear of Crime and Social Views; Varona Gómez, Daniel: Citizens and Punitive Attitudes: A pilot study of Spanish university students; Llobet Rodríguez, Javier: Punitiveness in Costa Rica; Saar, Jüri : 20 Years After: Crime, Crime Control and Fear of Crime of the Population in Estonia 1991 – 2010; Bacanović, Oliver & Jovanova, Natasha: Punitiveness in the Republic of Macedonia; Nikolić-Ristanović, Vesna, Dimitrijević, Jelena & Stevković, Ljiljana: Feelings of Insecurity, Victimization Experience, and Student’s Attitudes toward Punishment ; Rozum, J., Kotulan, Petr & Tomasek, Jan: The Effectiveness of Parole in the Czeck Republic; Kovčo Vukadin, Irma & Vukosav, Joško: Students’ Attitudes towards Risk, Victimization and Punishment in Croatia. II.3. Has Criminal Legislation become more punitive? Yenisey, Feridun: Revised Punishments and Security Measures in Turkey; Yoshida, Toshio: Punitivity Today in Japan; Shestakov, Dmitrij A. & A. P. Danilov: Criminal Law and Punitivity in Modern Russia; Tournier, Pierre V:. Godot has arrived. French Parliament has finally voted on its Prison Law; Prinsloo, Johan: Punishment in South and Southern Africa.



Produkthinweis/Information:

Es gibt insgesamt drei Teilbände:. Bd. 8/1 und 8/3 je € 49,90.  Bd. 8/2  = € 59,90.  Bei Abnahme aller drei Bände berechnen wir einen Gesamtpreis von € 144,70 //It exist three Vols: Vol. 8/1 and 8/3  each € 49,90;  Vol. 8/2  = € 59,90, if you order all three Vols. the price will be all together € 144,70

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Spielmann, Peter (Hrsg.), Spielmann, Marek, Kropp, Peter: MUSEUM ALS ORT DER BEGEGNUNG

am Beispiel des Museum Bochum 1972–1997 (Vutium Verlag Brünn 2010, in Kommission by Universitätsverlag Brockmeyer, Bochum) ISBN 978-3-8196-0799-8, Hardcover 326 S. , 503 Abb. farbig u. s/w. 21,5 x 25 cm.€ 29,00

 

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Museum als Ort der Begegnung

Inhalt: Museum als Ort der Begegnung, Einleitung und Dank , Geschichte des Museums, Meine Begegnung mit dem Museum Bochum, Meine “MuseumBochum-Jahre“, Grundsätze meiner Konzeption, Ausstellungen 1972–1982, Ankäufe 1972–1982, Veranstaltungen 1972–1982, Cafeteria, Denkmalpflege, Kunststraße, Solidaritätsveranstaltungen, A.I.C.A., Bildhauersymposium: Stadt und Bildhauerei, Das 2. Bochumer Bildhauersymposium: Kinder begreifen Kunst, Der Neubau, Konzeption der Präsentation der eigenen Sammlung, Eröffnungsausstellung “Das Prinzip Hoffnung“, Die Eröffnung, Im neuen Haus, Kinder im Museum, Das andere Land, Themenausstellungen im neuen Haus, Abschied, FREUNDE, KÜNSTLER, POLITIKER, AUSSTELLUNGEN 1972–1997 (Verzeichnis), FINANZIELLE MITTEL, Marek Spielmann: DER NEUBAU IN FOTOGRAFIE, Marek Spielmann: MENSCHEN, KUNST, ARCHITEKTUR, Peter Kropp: IM BEWUßTSEIN DER ZUSAMMENHÄNGE.

 

Aus dem Vorwort: "Nach meinem Abschied als Museumsleitet konnte ich den Gedanken nicht loswerden, daß ich in der Schuld stehe zu meiner Museumstätigkeit noch etwas sagen zu müssen: zu ihrer Konzeption, ihrer Struktur, ihren Voraussetzungen, zur Geschichte und letzten Endes zu meinen persönlichen Absichten, Gedanken wie auch Erlebnissen. So entstand der Gedanke dieses Buches. Sein Inhalt wird sich in mehreren Strängen darstellen: er soll die Konzeption meiner Museumsarbeit im Museum Bochum vorstellen, wie in der Ausstellungstätigkeit, so in dem Aufbau der Sammlung, die für mich zusammenhängend verlaufen sind. Erwähnt werden sollten aber auch weitere Aspekte dieser Tätigkeit, wie die Arbeit mit und für das Publikum, die Beziehungen und Zusammenarbeit mit den Künstlern, die Wirkung des Instituts in kommunalen, regionalen und internationalen Bereichen. Die Geschichte des Hauses soll geschildert werden mit besonderem Nachdruck auf den Museumsneubau, dem zusätzlich ein Text des Dipl. Arch. Peter Kropp und eine Fotodokumentation von Marek Spielmann gewidmet sein sollen. Meine ganz persönlichen Erlebnisse will ich dann an entsprechenden Stellen einfügen, wie auch Original- Dokumente publizieren. Wichtig ist mir auf die Einzigartigkeit des Museum Bochum hinzuweisen, welches schon seit den frühen sechziger Jahren als einziges Institut auf der Welt konsequent versucht hat in seiner Ausstellungs- wie Sammlungstätigkeit die politische Teilung Europas zu überwinden und neben der westeuropäischen Kunst die Kunst Mittel- und Osteuropas des 20.Jahrhunderts im Zusammenhang europäischer Kultur zu sammeln und auszustellen. In verschiedenen Zusammenhängen wurden Aspekte der Museumskonzeption in der Zeit meiner Tätigkeit im Museum publiziert, hier sollen sie zusammenhängend dargestellt werden. In meiner Museumskonzeption habe ich mich bemüht auch noch andere Grenzen zu überwinden: die zu den anderen Kunstgebieten, Fotografie, Film, Kunstgewerbe und Design, Architektur, Musik, Theater, Literatur, Poesie. In seiner Tätigkeit hat sich das Museum in politischen und sozialen Fragen engagiert und Stellung bezogen. Über alle diese Aspekte möchte ich in diesem Buch berichten. Damit will ich auch zu der Diskussion über “das moderne Museum“ beitragen – als Museumsdirektor im Dienst habe ich mehrere Male in den verschiedensten Gremien zu diesem Thema meine Stimme ergriffen. So verstehe ich das Museum als Ort der Begegnung". (aus dem Vorwort von Peter Spielmann

 

Peter Spielmann studierte Kunstgeschichte in Brno, arbeitete danach in der Nationalgalerie in Prag und seit 1969 im Museum Bochum, in den Jahren 1972 bis 1997 als dessen Direktor. Er beschreibt in vorliegendem seine Tätigkeit als Direktor des Museums Bochum. Er erläutert die Konzeption des Kunstmuseums, das sich unter seiner Leitung auf mittel- und osteuropäischer Kunst des 20. Jahrhunderts spezialisierte, was in der deutschen und westeuropäischen Museumslandschaft beispiellos war. In den Sammlungen des Museums Bochum befinden sich bis heute unter anderem etwa 1500 Werke tschechischer Kunst der letzten hundert Jahre. „Museum als Ort der Begegnung“ ist ein schweres Standardwerk geworden, das nicht nur Erinnerungen versammelt, sondern auch als Nachschlagewerk und Lesebuch funktioniert. Wer etwas über die Geschichte der Bildenden Kunst in Bochum, über die kulturpolitischen, ökonomischen und ästhetischen Entwicklungen rund ums Museum wissen will, ist mit diesem reich bebilderten, klug konzipierten und nicht zuletzt klar geschriebenen Werk bestens versorgt. "Das zum 50. Geburtstag des Kunstmuseums erschienene Buch ist ein Glücksfall." (WAZ 30. 6. 2010)

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Neuerscheinungen Juni 2011

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Pentek, Alexander: Deimos

Revier-Krimi, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0795-0, kart. 19 x 12,5 cm.  224 S.€ 12,90

 

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Deimos

Zum Buch:

Flirrende Hitze hat sich über die Stadt gelegt. Wer es kann, flüchtet sich in die Freibäder oder ins Grüne. Karlheinz Kappler verbringt derweil widerstrebend einen Urlaub im idyllischen Eigenheim seiner Freunde, doch statt dort im kühlen Schatten entspannt seine Bücher zu lesen, findet er sich schon bald in einer Nachbarschaft wieder, die von versteckten Abhängigkeiten, Ängsten und sorgsam gehüteten Geheimnissen bestimmt wird. Erpresserische Anrufe und ein totes Tier sind erst der Auftakt einer verhängnisvollen Eskalation - und in der brütenden Atmosphäre aus Täuschungen und Lügen eint alle nur der Hass auf eine alte Frau. Als dann tatsächlich ein Mord geschieht, kann man keinem mehr vertrauen. Die Ermittler um Jennifer Hartmann und Hellmut van Haaren bekommen es in ihrem zweiten Fall mit einem Schrecken zu tun, dessen Abgründe gerade dort lauern, wo man sie am wenigsten vermutet.



Alexander PentekJahrgang 1987 - geboren und aufgewachsen in Gelsenkirchen - Abitur am Schalker Gymnasium - Berufsausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten - derzeit Studium der Rechtswissenschaften in Bochum. Sein erster Kriminalroman Phobos: Ein Gelsenkirchen-Krimi erschien 2009 im Wartberg Verlag



Presse:

Gelsenkirchen. Schon wieder sind in Gelsenkirchen zwei Morde passiert. Zum Glück nur rein fiktiv: In seinem neuen Revier-Krimi „Deimos“ lässt der junge Autor Alexander Pentek zwei Senioren sterben, auf ganz unterschiedliche, aber grausame Weise. Und es dauert rund 220 Buchseiten, bis das Ermittlerteam den Mördern auf die Spur kommt...

„Deimos“ beginnt an einem schwül-heißen Sommertag und ist damit wie geschaffen als Urlaubslektüre für Krimi-Fans. Und wie schon im ersten Buch der Reihe, das „Phobos“ heißt und 2009 erschien, geht es in diesem Taschenbuch um die dunklen Seiten der Stadt. Allerdings treibt diesmal kein gefährlicher Serienmörder sein Unwesen, sondern ein Mord in der Nachbarschaft wühlt die Protagonisten auf. Alexander Pentek, der in Rotthausen wohnt, sein Abitur am Schalker Gymnasium baute und an der Bochumer Ruhr-Universität seit vier Semestern Jura studiert, zieht alle Register: Erpresserische Anrufe, Eifersuchtsdramen, Drogenrausch und ein totes Tier sind dabei nur der Anfang des Übels. Und das mitten in Gelsenkirchen. In der fiktiven Tannenhäherstraße. „Ich habe ganz bewusst keine real existierende Straße genommen, weil das Buch ja in einer kleinen Nachbarschaftssiedlung spielt und ich niemandem auf die Füße treten wollte“, erklärt Alexander Pentek. Und auch die Erwähnung von prägnanten Punkten des Gelsenkirchener Stadtgebiets hat der 24-Jährige in seinem neuen Werk weitgehend vermieden. „Man muss mit diesen Beschreibungen sparsam umgehen, sonst liest sich der Krimi wie ein Stadtführer“, so der Autor.

So haben es diesmal lediglich die Halde Rheinelbe, das Eiscafe am Neumarkt, die Bahnhofstraße als Einkaufsmeile, die evangelischen Kliniken und das Sportparadies ins Buch geschafft. Und das Polizeipräsidium natürlich, von dem aus die junge Ermittlerin Jennifer Hartmann gemeinsam mit ihren Kollegen zu ihren Tatorten startet.

Und so viel sei verraten: Auch diesmal hat der pensionierte Ermittler Karlheinz Kappler, der den letzten Fall Phobos auf grandiose Weise löste, wieder seine Karten im Spiel. Bei acht Verdächtigen, die alle ein Motiv gehabt hätten, ihre verhasste Nachbarin Hermine Ziegler umzubringen, ist es schon ein wenig schwierig für die Ermittler, die Übersicht zu behalten. Nach und nach entwickelt sich ein klassisches „Whodunit“, bei dem man als Leser bis ganz zum Schluss im Dunkeln tappt. Pentek zeichnet seine Protagonisten mit feinen Nuancen und hintersinnigem Witz, zeitweise wird seine Sprache richtig poetisch, gleitet aber nicht ins Kitschige ab.

Ob er Bammel gehabt hat, nach einem richtig tollen Erstlingswerk an den hohen Erwartungen zu scheitern? „Ein bisschen komisch war das schon, deshalb sollte dieses Buch ganz anders werden. Und die Rückmeldungen sind ganz gut: Mir wurde gesagt, das Buch sei nicht so düster wie das erste“, sagt der Jura-Student. Übrigens ist Buch Nr.3 auch schon fertig und könnte, wenn alles gut geht, Im November erscheinen...

WAZ GE 30.7.21011



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Kamburg, P./Spicker, F./Wilbert, J. (Hrsg.): Gedanken-Übertragung.

Aphorismen - Fachbeiträge - Illustrationen, Dokumentation zum 4. Aphoristikertreffen vom 4.-6. November 2010 in Hattingen/Ruhr, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0793-6, gebunden 22,3 x 15,4 cm 138 S. mit 28 s/w  Zeichnungen € 14,90


Für Autoren und DAphA Mitglieder gibt es einen Sonderpreis!

 

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Gedankenübertragung

Zum Buch:

Was kann beim Aphorismus nicht alles Gedanken- Übertragung sein: Wie kommt der Aphorismus von einer Sprache in die andere? Was gewinnt, was verliert er dabei? Wie und wieso kommt der Gedanke zu (s)einem Bild und umgekehrt? Wie und warum werden viele Zitate, Sprichwörter und Redewendungen in den Aphorismus übertragen und abgewandelt? Wie ist das europäische Netz der kleinen Gattung seit den Tagen eines La Rochefoucauld im 18. Jahrhundert bis in unsere Gegenwart geknüpft? Vor allem Fragen des Übersetzens, des Übertragens von Aphorismen standen damit auf der Agenda des Aphoristikertreffens im für die Ruhrregion so bedeutsamen Kulturhauptstadtjahr 2010. Im vorliegenden Band findet der Leser alle Fachvorträge der Tagung. Er ist erweitert um Aufsätze von Werner Helmich und Stefan Kaszynski, die die Diskussion um die Übersetzung von Aphorismen auf dem Treffen wesentlich bereicherten. Wie in den früheren Bänden sind des weiteren jeweils drei Aphorismen der Tagungsteilnehmer/ innen zum Themenkranz „Gedanken-Übertragung“ abgedruckt. Sowird wieder ein aspektreiches Kompendium über den Umgang mit Aphorismen – in Theorie und Praxis – vorgelegt (aus dem Vorwort)

 

Inhalt:

Fachbeiträge: Gedanken-Übertragung von Hippokrates bis Lec, Friedemann Spicker; „Des Denkens gelbe Falten“ Sprach-Bild und Bild-Sprache im Aphorismus, Andreas Steffens; „Üb´ ersetzen!“ Sprachspiele als Übersetzungsprobleme, Rainer Kohlmayer; Kurz und bündig? Probleme beim Übersetzen von Aphorismen, Joachim Schultz; Englische Aphorismen in deutscher Übersetzung am Beispiel von Oscar Wilde, Alexander Eilers; Für oder gegen die Revolution? Ulrich Kunzmann; Aphoristische Erkenntnis zwischen Sprachen und Kulturen. Deutsch-Polnische Probleme der Aphorismenübersetzung. Ein Praxisbericht; Anna Magorzewicz. Berichte aus dem Workshop und den Schullesungen: De gustibus et coloribus non est disputandum. Vier Workshops-Impulse zur literarischen Wertung, Uwe-K. Ketelsen; Aphorismus macht Schule. Berichte von drei Schullesungen. Aphorismen der Tagungsteilnehmer / innen! Anhang: Über die Methoden der Aphorismenübersetzungen, Maria Krysztofiak, Stefan H. Kaszyñski; Aphorismen übersetzen. Zum praktischen Nutzen einer hybriden Taxonomie – diesmal für deutsche Leser, Werner Helmich. Tagungsbericht; Übersetzungsbeispiele ; Auswahlbibliographie.

 

Leseproben: S. 96 ff.)

 

WILFRIED BESSER

Gedanken sind frei, bis man sie in Worte fasst.


Weil die nackte Wahrheit sich schämt,
traut sie sich so selten über unsere Lippen.


Gedankenübertragung ist wie Stille Post:
Man kann nie sicher sein, was beim Empfänger ankommt.


EVA BLUME
Gedanken kommen rezeptfrei und bleiben doch verschreibungspflichtig:
Niederschrift mit Nebenwirkungen.


Ideensterne am Schweif gefasst bilden unser Gedankenzelt.


Manche Missverständnisse werden hinfällig,
wenn Gedanken auf Umwegen kommen.

 

HORST A. BRUDER
Gedankenübertragung: Unsichtbare Diktatur des Verstandes;
sichtbare Demokratie der Vernunft.


Wer glaubt, die Gedanken anderer lesen zu können,
sollte bei sich selbst beginnen.


Gedankenlosigkeit ist die Grundlage bester Ideen.

 

BENEDIKTA BUDDEBERG

Auch Undenkbares ist bereits gedacht.


Vorurteile sind die Haken, die sich mit den Ösen schlechter Erfahrungen
zusammentun und das Denken für neue Gedanken verschließen.


Was du mir sagst, hätte ich mir auch denken können.
Aber hätte ich es auch gedacht, wenn du es nicht gesagt hättest?

 

ALEXANDER EILERS
Man reflektiert nur, was einem einleuchtet.


Meine Phantasie blüht euch noch.


Wer ein Geheimnis bewahren will, darf es nicht verschweigen.

 

SAMI FEIRING
Es ist zwar schon alles gesagt,
aber noch nicht gehört worden.


Die lautesten Ausrufezeichen sind die verdächtigsten Fragezeichen.

 

Wenn Worte nicht genügen,
kann nur das Schweigen die Wahrheit ausdrücken.

 

TOBIAS GRÜTERICH
Manches versucht man nur deshalb zu verstehen,
damit es nicht mehr so viel bedeutet.


Wie viel muss man lesen, um nur noch absichtlich zu zitieren?


Tücke der Bildung:
Man weiß nie vorher, zu welchen Meinungen sie uns zwingt.


HANS NORBERT JANOWSKI
Nur wer die Wahrheit kennt, kann lügen.


Es muss etwas fehlen, damit das Leben einen Sinn hat.


Modern Times: Wir vergiften uns, aber wir leben davon.


REINER KLÜTING
Mancher Gedanke gelangt erst durch Übersetzungsfehler
ans rettende Sinnufer.


Gedankenklärung stößt s

selten bis zum Verstehenshorizont durch.


Gedankenübertragung muss sich literarisch entblößen,
um philosophisch infektiös zu sein



 





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Neuerscheinungen Mai 2011

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Cajetan, M/Steffens, S. M./Volmer, J: Behandlungspflege für Pflegehelfer -

Ein Lern- und Lehrbuch, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0792-9, kart. 272 S.€ 12,90

 

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Behandlungspflege für Pflegehelfer

In diesem Lern- und Lehrbuch werden die Inhalte der Qualifizierung von Pflegehelfern in der Behandlungspflege in verständlicher Weise dargestellt und erklärt.

Dieses Buch ist das erste seiner Art und berücksichtigt sowohl die Anforderungen des 160 Unterrichtsstunden umfassenden Curriculums zur Behandlungspflege, als auch die Bedürfnisse von Pflegehelfern.

Aufgrund ihrer Tätigkeit als Dozentinnen in den Qualifizierungskursen, war es den Autorinnen möglich, ein ganz neues und praxisbezogenes Werk zu erschaffen. Altbekanntes und aktuelles Wissen wurde in diesem Lern- und Lehrbuch zusammengetragen und verständlich aufbereitet.

Somit ist dieses Buch ein „must have“ für Teilnehmer und Dozenten der Qualifizierungskurse zur Behandlungspflege.



Die Autorinnen:

Martina Cajetan  *1969

Krankenschwester, Fachkrankenschwester für den Operationsdienst, Heilpraktikerin, freiberufliche Dozentin.

Sabrina Maxi Steffens *1979 

Altenpflegerin, Diplom Pflegewissenschaftlerin (FH), freiberufliche Dozentin.

Janina Volmer *1981

Krankenschwester, Diplom Pflegewissenschaftlerin (FH), freiberufliche Dozentin 



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Neuerscheinungen April 2011

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Käufer, Hugo Ernst: Kriecher stolpern nicht.

Aphorismen, Artur Cremer – acre Porträts, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0791-2, kart. 21 x 14,5 cm. 96 S. mit 8 Porträtzeichnungen.€ 11,90

 

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Kriecher stolpern nicht

Inhalt:

Unvorstellbares auf den Punkt bringen; Jedes Wort ist ein Beginnen; Die Allmacht der Quote triumphiert; Keine Störung, es bleibt alles beim Alten; Je korrupter desto mächtiger; Das Geld baut sich seine Dome; Wer viel besitzt, kann auch viel verlieren; Im Namen Gottes wird viel Schindluder getrieben; Prinzipien sind wie Einbahnstraßen; Wer keinen Verstand hat, kann ihn auch nicht verlieren.

 

Biographisches:

Hugo Ernst Käufer: Hugo Ernst Käufer: Geboren 1927 in Annen, 1954 - 1957 bibliothekarisches Studium in Köln, 1957 - 1966 Referent an der Stadtbücherei Bochum, 1966 Berufung an die Stadtbibliothek Gelsenkirchen (1977 - 1987 Direktor), 1968 Gründer der Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen, 1974 Wahl in den Internationalen PEN-Club, 1998 Mitbegründer und Vorsitzender der Liselotte und Walter Rauner- Stiftung, Ehrenvorsitzender der Europäischen Autorenvereinigung DIE KOGGE. Auszeichnungen u.a. Mölle-Literaturpreis, 1988, Bundesverdienstkreuz, 1997, KOGGE-Ehrenring der Stadt Minden, 1999, Literaturpreis Ruhr, 2002, Ehrennadel der Stadt Witten, 2004, Ehrenring der Stadt Bochum, 2004, Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen, 2007.

 

Artur Cremer-acre: Geboren 1932 in Bochum, Handwerkslehre als Reklamemaler, Studium an der Folkwangschule Essen, ab 1959 freier Grafiker und Maler, 1970 - 1992 Tätigkeit als Maler und Grafiker am Deutschen Bergbau-Museum Bochum, 1984 - 1986 Vorsitzender des Bochumer Künstlerbundes, Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen und Galerien des In- und Auslandes, u. a. in Berlin, Bochum, Bremen, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Kamen, Münster, Rotenburg (Niedersachen), Stuttgart, Witten, Brüssel, Grenchen, Lausanne, Uppsala, Donezk, Oviedo, Wien, Niederlande.

 

Presse: 

(WAZ 30.4.2011, Tom Thelen)

Obwohl Fontane einmal meinte, ein guter Aphorismus sei die Weisheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz, ist diese irgendwo zwischen Literatur und Philosophie beheimatete kleine Form heute nicht mehr sehr populär....Doch es gibt sie noch, die Feinschleifer des Formulierungsfuror, die sich daran abarbeiten, aus wenigen Worten "Witz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung" zu schmieden. Hugo Ernst Käufer hat nun seinen schon fünften Band mit Aphorismen veröffentlicht,,, Kriecher stolpern nicht", heißt er; und Artur Cremer - acre hat wieder einmal grandiose Illustrationen - Porträts und Zeichnungen- beigesteuert. Diese zeigen Menschenbilder, Physiognomien der Zerrissenheit, irritierend in ihrer kräftigen Plastizität. ,,Vielen Aphoristikern geht es wie den blinden Hühnern, die finden hin und wieder auch ein Korn", schreibt Käufer selbstironisch... Doch schnell wird bei der Lektüre klar, dass Käufers Sammlung voller Körner ist, egal, welchem Themenkreis sich die funkelnden Sätze widmen. So kommentiert Käufer so hellsichtig wie abgründig das populärste Unterhaltungsmedium: ,,Das Fernsehen sorgt dafür, dass jeder gedanklich seinen Mord begeht". Oder er macht sich über deren Formate lustig: ,,Comedy: Die Bildungs- und Lachanstalt für die Kleinkarierten" und ..Talkshowss ind die Henker der Gespräche" Genauso pointiert und treffend sind seine Einlassungen zu Wirtschaftskrise, Politik, Kirche und Kultur, die zuweilen hart und engagiert formuliert sind, dabei aber immer auf Seiten der Schwachen stehen. ,,schreiben auf der Seite der Getretenen".


Schnuppertexte:

Unvorstelbares auf den Punkt bringen (S. 9 ff.)

Mein Aphorismus ist mein Lotblei im Rücken des alltäglichen Geschehens;

 

Aphorismus: Ein Gedanke, der halten muss;

 

Nach Lichtenberg haben es Witz und Ironie nicht immer leicht, frischen Wind unter die Flügel zu bekommen;

 

Aphorismus: Überraschendes begreifbar machen;

 

Chefaphoristiker: Er hat immer das letzte Wort;

 

Wenn man den Aphoristikern Glauben schenkt, geht es bald dem letzten Geheimnis an den Kragen;

 

Aphorismus: Gedankenergebnis unterm Strich;

 

Auf seine Gedanken ließ er nichts kommen, deshalb behielt er sie lieber für sich;

 

Im Kopf des Aphoristikers brütet ein Gedanke, der auf schnellen Flügeln fliegen will – wer weiß wohin;

 

Anlaß, einen Aphorismus zu schreiben: Das Zwerchfell juckt;

 

Aphorismen: Wortspiele, die auf den Strich gehen;

 

Aphorismen: Stolperstellen für die Trägheit in uns.

 

Jedes Wort ist ein Beginnen(S. 17. ff):

Der Geruch der Wörter im Eintopf des Tages


Schreiben auf der Seite der Getretenen


Soweit wir die Worte verstehen,
erkennen wir die Dinge der Welt


Oft laufen die Gedanken den Worten davon

 

Die Geschichten in den Augen der Vorübergehenden lesen


Die Konturen eines Gedichtes, noch hinter dem Wahrnehmbaren
verborgen
Es gibt Dinge, für die uns die Worte fehlen


Verkannter Poet:
Den hat Pegasus im Galopp verloren

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Migdal, Ulrike: Außer Haut.

Gedichte, Nachwort Hugo Ernst Käufer, Zeichnungen Susanne Ludwig, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0786-8, kart. 96 S. 18,5 x 12 c. € 9,90

 

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Außer Haut

Eine erste Gedichtsammlung der 1948 in Herford geborenen und seit ihrer Kindheit in Bochum lebenden Lyrikerin, Erzählerin, Funkautorin und Dramatikerin Ulrike Migdal erschien 1980 unter dem Titel "Gezeiten des Atems", ein bemerkenswertes Debüt, das aufhorchen ließ und eine lyrische Stimme ankündigte, die ihren eigenen Weg versuchte, jenseits plakativer Einlassungen, allein der poetischen Bildfindung verbunden. Die lauten Töne sind nie ihre Sache gewesen . 1982 erschien eine zweite Gedicht- und Prosasammlung : Gesang, nicht lieblich". Auch hier war in den formal äußerst konzentrierten Wortgebilden ein eigener Ton les- und hörbar. Der hier vorliegende Band "Außer Haut" setzt sich zusammen aus achtundsechzig Gedichten, die zum Teil in Zyklen gegliedert sind. Allen Versen gemeinsam ist ein sprachlich unaufdringlicher Duktus, der die Einzelstücke inhaltlich und formal als ein Ganzes erscheinen läßt, von pulsierender Rhythmik. Gedichte, die mit der heute oft anzutreffenden sprachlichen Beliebigkeit nichts zu tun haben, sondern in wenigen Worten viel sagen. Ein sensibles Gedanken- und Sprachfeld, das vom Leser zu ergründen ist. (Aus dem Nachwort von Hugo Ernst Käufer)

 

Ulrike Migdal: 
Studium der Philosophie, Geschichte und Musik in Bielefeld, Bochum und Köln. Nach der Promotion 1979 Forschungs- und Lehraufträge in Deutschland und New York, u. a. an der New School for Social Research und der Columbia University. Freie Mitarbeiterin u.a. bei der New Yorker
Wochenzeitung „Aufbau“. Ausstellungen – Zeichnungen, Malerei – in Deutschland und Schweden. Seit 1985 freie Schriftstellerin und Autorin für den Rundfunk. Literarische Arbeitsgebiete: Hörspiel, Drama, Lyrik,Kurzgeschichte und Essay.Publikationen zum Thema „Kunst und Kultur in den Konzentrationslagern . Auszeichnungen: Förderstipendium des Kultusministeriums NRW 1985. 2010 Politik und Kultur-Journalistenpreis des Deutschen Kulturrats.
Susanne Ludwig:

Geboren 1956 in Hanau/Main. 1975 – 85 Studium der Malerei in Hamburg, Köln und Berlin. 1984 Meisterschülerin von Prof. Georg Baselitz. 1985 – 87 Assistentin von Emilio Vedova in Venedig. 1989 – 91 Atelierstipendium der Karl-Hofer-Gesellschaft Berlin. 1993 – 97 Lehrtätigkeit an der Hochschule der Künste Berlin und der FH Potsdam. Susanne Ludwig lebt undarbeitet in Berlin

 

Presse:

WAZ 30.4.11, Jürgen Boebers-Süßmann)

Über Ulrike Migdal muss man, zumal in Bochum, nicht mehr viel erzählen. Seit den 1980er ]ahren ist die 63-jährige Autorin als Lyrikerin, Essayistin, Verfasserin von Hörspielen und Dokumentation bestens eingeführt. Ihre Literatur stuft sie selbst als Beschreibung' politischer, gesellschaftlicher, kultureller und menschlicher Zustände ein - dabei ist sie eine außerordentlich engagierte Literatin, was sich zuletzt daran bewies, dass sie die im KZ ermordete Dichterin llse Weber wiederentdeckte und ihr und ihrem Werk einen würdigen Rahmen gab. Nun liegt Ulrike Migdals neues Buch,,Außer Haut" vor, ein schmaler Gedichtband, versehen mit Zeichnungen von Susanne Ludwig, der es aber in sich hat. Denn die Stimme dieser Lyrikerin ist hermetisch, wenig eingängig, mehr nach Innen gekehrt als nach Außen gewandt. In äußerst reduzierten Versen - knapper geht's nicht, könnte man sagen - entwirft Migdal ihren lyrischen Kosmos, in dem sich Stimmungen, Gefühle, Gedanken wie ferne Sphären drehen. Und doch gibt sie allgemeinen Gefühlen des Verlustes, der Angst, der Zurückhaltung, der Irritation eine Stimme, die Stimme der Möglichkeitsform:,, So zwischen/ Tisch Schrank Bett/bin ich/ lieg steh/von bis/durchkreuz/ den Horizont/Schatten der Standuhr/drin tickt/das Herz/solang es/dauert." Das sind poetische Bildfindungen von einiger Kraft konzentrierte Wortgebilde von pulsierender Rhythmik. Der Leser ist aufgefordert, diese von Ulrike Migdal für sich bestimmte Stimme in sich selbst nachklingen zu lassen. 

 

Textproben:
Stimmen zu finden
eingestickt in die Stille
des blinden Lidschlags
Früh
lauter Nichts im
Hirn
wie weiter
du ich
bin bist
ob kopfunter
zwischen den Zeilen
bist bin
außer Haut
Nichts was war
ist wie dus jetzt
zerrieb Liebe
in aber warum na und
weg ach da sind
zwischen muss los
gepresst diese Küsse
nachts klirren
die Kissen
Gipfelstück. Ettersberg
Stimmen am Himmel ist Ruh
auf diesem Fleck nimmer
in Gipfeln und Wipfeln
nichts zwitschert doch
wittertest Wanderers Nachtgesang
wenn
die Welt weg
guck such such
du die Ruh
ist hin auch der
Hauch ach das
Herz so schwer
findst sie nimmer
am Gipfel von
wo Götes Röte o
tötete ruckedi
ringsum im Walde
kein Hauch auch weil
warte nur balde
ist Blut ist die
Ruh auch
der Hauch und
das Herz ist
hin rucke di
Schuh bi
Ruh du
bist die
Ruh kaum
ein Hauch
warst
du
bist
aus

 

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Uhlenbruck, Gerhard: Spruchreif!

Einschlägige Geistesblitze, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0787-5, kart. 128 S., 21 x 14,5 cm. € 12,90

 

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Spruchreif!

Dieses Buch ist der zweite Aphorismenband von Prof Dr. med. Uhlenbruck in unserem Hause, dem Nestor der deutschen Aphoristiker und einem der kreativsten Köpfe mit bisher bereits über 30 Aphorismen Bänden. Wie von ihm gewohnt ist auch diese umfangreiche Aphorismensammlung humorvoll, bissig, witzig, wie es sich für einen echten Kölner gehört. Natürlich sind viele Medizinaphorismen und zahlreiche Sprüche, die sich mit dem Alter beschäftigen darunter, immer mit einem kleinen nachdenkliche Seitenhieb versehen! Der Wortwitz beherrscht sein Werk“, urteilt der Aphorismenforscher F. Spicker. Man muss sich dem Wortspieltrieb und –treiben dieses Autors aussetzen, den der prinzipielle medizinische Blick auf die Welt und die Menschen unverwechselbar macht.

 

Der Autor:

Gerhard Uhlenbruck; * 17.06.1929 in Köln. Studium der Medizin und Biochemie an der Universität Köln. Als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft Ausbildung in dem Fach Immunologie an den Universitäten London und Cambridge (England). Bis zu seiner Emeritierung 1996 Universitäts-Professor und Direktor des Instituts für Immunbiologie an der Universität Köln, davor 10 Jahre Abteilungsleiter am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Köln. Wie aber kommt man als Arzt zum Schreiben und zur Wissenschaft Immunologie? Ursache war eine seltene immunologische Erkrankung (Sarkoidose), die während der Ausbildung zum Internisten auftrat. Der Autor motivierte sich dann zum Schreiben während eines Reha-Aufenthaltes ("Zauberberg-Erlebnis") im Schwarzwald: Folge war ein "aphoristischer" Gedichtband noch unter einem Pseudonym (Gerhard Günther: "Nicht für immer - ." 1975). Ab 1977 erschienen dann in regelmäßiger Abfolge insgesamt 32 eigene, vorwiegend medizinische Aphorismenbücher (bis zu drei Auflagen) sowie drei Anthologien mit H.H. Skupy (2) und H.H. Kersten..

Schnuppertexte:

Selbstwertgefühl: Die meisten Menschen wollen den Anschein erwecken, dass sie anscheinend aufgeweckt sind.


Ein Mensch, der den Verstand verliert, gewinnt dafür an menschlichem Verständnis.


Selbstgefällig schmeichelt uns, was den Anderen an uns gefällt.


Die meisten Menschen sind rechtschaffen: Sie schaffen sich zu Unrecht auf Kosten anderer ihr Recht.

 

Wer nur für seinen Lohn lebt, dessen Leben lohnt sich nicht für ihn.


Mit Humor kann man sogar die Schokoladenseiten des Lebens durch den Kakao ziehen.


Liebe: Das höchste Gefühl ist auch gleichzeitig tiefste Empfindung.


Wenn man etwas durch einen Aphorismus auf einen Nenner bringt, dann bleibt unter dem Strich das, was zählt

 

Was die Menschen schier unerträglich macht: Die Gier nach Erträgen

 

Liebe macht blind, weil man sich dann auch blind vertraut.


Weil die Liebe blind macht, rennt man offenen Auges in sein Unglück.

 

Die Liebe macht blind, weil man in Bezug auf den Anderen beide Augen zudrückt.

Ehen werden im Himmel geschlossen, deshalb fällt man danach auch aus allen Wolken

 

In der Liebe ist der Mann als Eroberer nicht der Sieger: Gesiegt hat die eroberte Frau!

 

 

 

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Neuerscheinungen März 2011

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Littau, Monika: Beim Überschreiten des Taupunkts.

Gedichte. Mit einem Geleitwort von Wolfgang Kubin. Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0785-1, 80 S. kart. 19 x 12 cm. mit 11 farbigen Abb.€ 9,90

 

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Beim Überschreiten des Taupunkts

Monika Littau:

wurde 1955 in Dorsten geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Geografie und Musikwissenschaft in Bochum und Münster arbeitete sie mehr als 20 Jahre in Forschung, Bildung und Kulturförderung, zuletzt im Kulturministerium NRW: Monika Littau verfasst Lyrik und Prosa für Erwachsene sowie Kinderliteratur. Sie schrieb für Hörfunk und Bühne und veröffentlichte daneben Sachbücher (weitere Informationen unter www.monika-littau.de). Seit 2007 lebt sie als freie Autorin im Ruhrgebiet und im Rheinland

 

Zur Lyrik von Monika Littau:

"Monika Littau schreibt streng, ihre Texte sind strikt durchkomponiert: Sie liebt den Stabreim (vgl. S. 50), sie läßt ein Gedicht gern an seinen Anfang zurückkehren (vgl. S. 8), sie wählt kein Wort zuviel und keines zuwenig. Die Dichterin schreibt moderne, keine gegenwärtigen Gedichte. Die Moderne ist noch eine Herberge für die Schönheit, die Gegenwart ist es nicht. Die Moderne hat eine Vorliebe für wenige erlesene Worte, sie poetisiert nicht den Alltag. „Schnellimbiß“ wäre ihr weder ein gemäßes Wort noch ein angemessener Gegenstand. Auch hier lesen und hören wir immer wieder von den alten Worten, die unsere Heimat sind. Monika Littau ist Augenmensch, und so entwirft ihr lyrisches Ich eine Welt der Natur, die wir kennen und doch nicht kennen. Was zum Beispiel ist ein Taupunkt? Wir wissen, was Tau ist und auch was ein Punkt ist. Doch ein Taupunkt? Und eben dies ist es, was gute Dichtung ausmacht: Daß sie zum Innehalten zwingt, zur Frage, wer spricht, wenn das Ich nicht spricht (vgl. S. 8), was Wahrheit sei, wenn diese sich bei jeder Aktion verschiebt (vgl. S. 33), wenn der gelungene Vers den Leser eigentlich so wenig braucht wie ein Hase den Jäger (vgl. S. 26)."

aus dem Nachwort von Wolfgan Kubin

Leseprobe:

BEIM ÜBERSCHREITEN DES TAUPUNKTS 1
schwebendes lebendes
nächtlich sich webendes
tränender tau
perlende träume
bedecken die bäume
niedergeschlagenes
liegt auf dem gras
was du nicht wissen kannst
zeigt sich im jetzt
halblicht
halbwahrheit
flüchtige schau
was noch gebunden
bald schon
verschwunden
hell
blau (S. 74)

 

Presse:

Monika Littau
Beim Überschreiten des Taupunkts

Hat man Steine, Schlacken, Rost vor Augen, im Ohr das Quietschen von Eisenbahnbremsen und das Sirren der Oberleitungen, so ist man der Stimmung von Monika Littaus neuen Gedichten ganz nah. Scheinbar werden immer wieder unmittelbare Sinneseindrücke evoziert, verstärkt noch durch die schönen Fotografien der Autorin, die sich auf Einzelheiten wie eine Flechte oder ein Blatt mit Tautropfen konzentrieren. Aber man lasse sich davon nicht täuschen, zugleich sind viele Gedichte von einer feinsinnigen Hintergründigkeit - der Titel AUF DER STRECKE in einem Abschnitt mit Eisenbahngedichten lässt ein Hasenherz zurecht erschrecken. Und auch in den Naturgedichten ist der Zugang zu den Dingen keineswegs spontan, sondern sehr bewusst sprachlich vermittelt. Monika Littau freut sich über Wörter wie grasbuckelzotten oder boddenrohr, sie knüpft Assoziationsketten (der Wind weht ein blatt / zwischen schulterblätter / hält den punkt / offen / wo flügel wachsen). In den besten Momenten gelingen ihr so einfache und eindrucksvolle Zeilen wie diese Gedanken beim Blick auf ein fremdes Ufer: verschnürte jahre / fracht / frage genauer / was muss ans land / ans andere ufer / was gibst du dem wasser / was wirfst du den möwen hin



  Die Stille im Goßraumwagen.
Worte aus der Metaphysik des Aristoteles
und aus Hans Magnus Enzensbergers Die
Geschichte der Wolken hat Monika Littau
ihrem Gedichtband Beim Überschreiten des
Taupunkts vorangestellt. Ein Zusammengesetztes
sei, wie eine Silbe, mehr als die
Summe der Bestandteile, sagt der eine;
gelegentlich „die Augen gen Himmel zu
wenden“, zu den einflussreichen Wolken,
empfiehlt der andere.
Dem Mehrwert von Buchstabenfolgen vertraut
die nordrhein-westfälische Autorin vom
Jahrgang 1955 auf entsprechend unspektakuläre
Art. Sie setzt in dem mit eigenen Fotos
ausgestatteten Band zudem auf den Effekt
exakter Beobachtung. Für den Blick zu den
Wolken neigt sie sich zu niederen Pflanzen:
„ins leere ins schwarze/ gedeiht was sich
nicht/ nach oben streckt“.
Nach dem Besuch einer Lesung von Raoul
Schrott offenbar aus lyrischen Höhen
sinkend, wird das Vers-Subjekt in „unsagbar“
von der profanen Wort-Wirklichkeit
aufgefangen: „halt gibt das wort/ dom,
hauptbahnhof, gleis 10/ und die stille im
großraumwagen“. Die einzigen Kommas
im ganzen Band setzen hier die subtile
Pointe.

Die Stille im Großraumwagen
Worte aus der Metaphysik des Aristoteles
und aus Hans Magnus Enzensbergers Die
Geschichte der Wolken hat Monika Littau
ihrem Gedichtband Beim Überschreiten des
Taupunkts vorangestellt. Ein Zusammengesetztes
sei, wie eine Silbe, mehr als die
Summe der Bestandteile, sagt der eine;
gelegentlich „die Augen gen Himmel zu
wenden“, zu den einflussreichen Wolken,
empfiehlt der andere.
Dem Mehrwert von Buchstabenfolgen vertraut
die nordrhein-westfälische Autorin vom
Jahrgang 1955 auf entsprechend unspektakuläre
Art. Sie setzt in dem mit eigenen Fotos
ausgestatteten Band zudem auf den Effekt
exakter Beobachtung. Für den Blick zu den
Wolken neigt sie sich zu niederen Pflanzen:
„ins leere ins schwarze/ gedeiht was sich
nicht/ nach oben streckt“.
Nach dem Besuch einer Lesung von Raoul
Schrott offenbar aus lyrischen Höhen
sinkend, wird das Vers-Subjekt in „unsagbar“
von der profanen Wort-Wirklichkeit
aufgefangen: „halt gibt das wort/ dom,
hauptbahnhof, gleis 10/ und die stille im
großraumwagen“. Die einzigen Kommas
im ganzen Band setzen hier die subtile
Pointe. Gedicht, gibt sie am Schluss zu bedenken:
„wie ernährst du den himmel/ dass deine
gedanken/ gewicht verlieren“.
Rolf Birkholz

(Am Erker 62, 2011, S. 132 f.)



 

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Bruder, Horst A.: DruckStellen.

Aphorismen, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0788-2, kart. 80 S. 18,5 x 12 cm.  Vorwort:  Jürgen Wilbert, Fotos: Mira und Martin Roser. € 9,90

 

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DruckStellen

Zum Buch:

"Mit „DruckStellen“ legt Horst A. Bruder nach „GegenSätze“ und „TriebFeder“ seinen dritten Aphorismenband vor. Der Autor hat wieder einen mehrdeutigen, sinn- wie augenfälligen Titel gewählt, der neugierig macht auf die neuen Kurztexte, die gedruckten Textstellen, die das Resultat von Druck, ja Bedrückung sein können, oder gar der Ausdruck von „Wunden, die durch ihre Schmerzlosigkeit peinigen“. Bruders neue denkanstößigen Sentenzen beziehen sich auf klassische Themenfelder der Aphoristik, so u.a. die Begriffspaare Wahrheit und Lüge / Leben und Tod / Denken und Fühlen / Wissen und Glauben. ... Ganz im Sinne der aphoristischen Definition von Hans Margolius sind in den Aphorismen von Horst A. Bruder „persönliche Erfahrung und philosophische Besinnung“ aufs Engste miteinander verknüpft, und aufgrund dieses Merkmals, das der Aphorismusforscher Friedemann Spicker „Erlebnisdenken“ nennt, bin ich mir sicher, dass die Lektüre der „DruckStellen“ großes intellektuelles Vergnügen bereiten wird, wobei man auf die Änderungen gespannt sein darf, die sich beim Lesen ergeben; schließlich meint der Autor zur Lektüre selbst: „Jeder Leser verändert ein Buch.“ (aus dem Vorwort von Jürgen Wilbert)

 

Schnuppertexte:

Die meisten Pfl anzen bedürfen keines Gärtners;

 

Unnachgiebig vertretene Meinungen bilden den Nährboden ihrer Alternativen;

 

So manche Sammelleidenschaft beschränkt sich auf das Sammeln von Leidenschaften;

 

Der Kunst des Lebens gehen die Künstler aus;

 

Daß Not erfinderisch macht, ist eine Erfindung der Satten;

 

Die gute Leistung eines Unbegabten ist der hervorragenden eines Talentierten ebenbürtig;

 

Was man am wenigsten benötigt, entbehrt man am meisten;

 

Das Gegenteil von Recht? Vorrecht! Seine Steigerung? Gnade!;

 

Weder Gegenwart noch Zukunft werden so manipuliert wie die Vergangenheit;

 

Zielerreichung ist Scheitern im Erfolg;

 

Umzäunte Nacktstrände schützen nicht vor
dem Voyer im Nudisten;

 

Um einem Menschen ganz zu vertrauen,
bedarf es der Akzeptanz des an ihm
Unverständlichen

 

Der Autor:

Horst A. Bruder Bankkaufmann verheiratet / 2 Töchter www.h-a-bruder.de

 

 

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Kury, Helmut/Shea, Evelyn (Eds.): Punitivity International Developments.

Vol. 3: Punitiveness and Punishment (Crime & Crime Policy Vol. 8/3) Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0779-0, Softcover. 390 pp. 24 x 17 cm. € 49,90

 

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Punitivity International Developments Vol. 8/3

Content/Inhalt:

Helmut & Shea, Evelyn: Punitivity and Punishment – An Introduction. III.1. The Impact of Punitiveness on Imprisonment Dessecker, Axel: Life Sentences in Germany: An Example of increasing Punitiveness in the Criminal Justice System? Gunnlaugsson, Helgi: Criminal Punishment in Iceland in the New Millennium; Kuhlmann, Annette: Punitiveness in the US Criminal Justice System; Winterdyk, John & King, Doug: Perspective on Punitiveness for Adult Offenders: Contrasting Canada and the United States; III.2. Different Alternatives : Heinz, Wolfgang: Punitiveness in German Sanctioning Practice – Myth or Reality? Shea, Evelyn, Baccaro, Laura & Morelli, Francesco: Whatever happened to Rehabilitation as a cornerstone of lasting security? The case of Italy; III.3. The Effectiveness of Punishment: Peper, Martin & Chavanon, Mira-Lynn: The Neuropsychology of Punishment ; Kunst, Heike: The Psychological Power Factors of Judicial Sanctioning; Dölling, Dieter, Entorf, Horst, Hermann, Dieter & Rupp, Thomas: Meta-Analysis of Empirical Studies on Deterrence.

 

Produkthinweis/Information:

Es gibt insgesamt drei Teilbände. Bd. 8/1 iund 8/3  = je € 49,90;  Bd.8/2  mit 608 S. deshalb  € 59,90 Bei Abnahme aller drei Bände berechnen wir einen Gesamtpreis von € 144,70 //It exist three Vols.: Vol. 8/1 and 8/3  each € 49,90; Vol. 8/2  with 608 pp = € 59,90, if you order all three Vols. the all round price will be all together € 144,70 (ISBN Vol. 8,1-3: 978-3-8196-0780-6)



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Neuerscheinungen Februar 2011

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Wulf, Heike: Am Abgrund ist die Aussicht schöner!

Erzählungen, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0783-7, kart. 19 x 12 cm .104 S.€ 12,90

 

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Am Abgrund ist die Aussicht schöner

Am Abgrund ist die Aussicht schöner: Kurzgeschichten am Rande des Abgrunds und darüber hinaus - erzählt in atemlos, knapper Diktion - sind das Thema der Erzählungen von Heike Wulf. Einfühlsam, mit großer Kunstfertigkeit und sensibler Beobachtungsgabe zeichnet sie Menschen in Grenzsituationen, manchmal mit Humor und einem Augenzwinkern, häufig aber auch mit tödlicher Konsequenz. Die Autorin beschäftigt sich mit dem, was im Verborgenen liegt? Was sie umtreibt ist die Frage, was geht in den Opfern, was in den Tätern vor. Dabei spricht sie deutlich und mit krassen Worten aus, was für viele tabu ist. Jeder Blick über den Abgrund eröffnet neue Wege. Noch weit entfernt vielleicht, aber sie sind da. Wage ich einen großen Schritt? Finde ich einen neuen Weg? Bleibe ich stehen? Oder stürze ich in die Tiefe? 

 

Heike Wulf: * 1967 brennt für die Literatur. Lesen und Schreiben ist für sie kein Hobby, sondern Leidenschaft. Sie moderiert Lesebühnen, hat etliche Veröffentlichungen, ist Herausgeberin einer Ruhrpott-Anthologie, arbeitet als Redakteurin und ist Dozentin von Vortrags- und Schreibwerkstätten. Außerdem entwickelt sie Konzepte für Lesungen und Literaturveranstaltungen.

Homepage Heike Wulf

 

Vorwort:

 

Flüchtige Begegnungen, ein harmloser Start in den Winterurlaub, begehrliche Blicke. Alltagssituationen, dem Leben entlehnt und dennoch so viel anders.

Heike Wulf schafft Sprachminiaturen mit scharfer Konturierung. Sie hinterfragt und leuchtet die Abgründe der menschlichen Seele aus. Sie tut es chirurgisch präzise und mit einer atemberaubenden Dramaturgie. Fast beiläufig rührt sie an Tabus, lakonisch und punktgenau.

Ihre Geschichten – ein Stakkato aus Einfällen und Wendungen. Kein Wort ist verschwendet. Der Leser taucht ein, wird vom Sog der Geschichte gepackt und wieder ausgespien, noch verwirrt von tiefschwarzen Gedanken und Mordlust, die das zarte Gespinst der Erzählkomposition durchtränken.

Atem holen, erst einmal Atem holen, bevor man sich der nächsten Überschrift nähert.

Mit Heike Wulfs Erzählband begibt man sich in das Reich des Außergewöhnlichen, denn eines muss man wissen: Heike Wulf mordet einfach schrecklich gerne – und sie tut es meisterlich.

Achim Albrecht

Autor

 

Lesungen:

Di. 11. Mai 2011 19°° h Heike Wulf: Am Abgrund ist die Aussicht schöner!, Bestattungen Groß GmbH, Frau Birte F. Schneider,
Massener Str. 130 (Nähe Zurbrüggen), 59423 Unna, Tel. 02303-15543, Eintritt 3,50 €

 

Presse:

Meistens ist es der letzte Satz, der einem endgültig den Boden unter den Füßen wegreißt: Opfer werden zu Tätern, Freunde zu Feinden, Mütter zu Mördern. In den minimalistisch erzählten Kurzgeschichten von Heike Wulf zerbrechen Beziehungen in totsicherer Regelmäßigkeit.

"Am Abgrund ist die Aussicht schöner" heißt der kleine, unscheinbare Band, dessen Innenleben dramatische Einblicke in die Untiefen der Seele gewährt. Die Dortmunder Autorin schaut nicht nur hinter den nächsten Gartenzaun, sie schaut Menschen ins Gemüt, blickt dunkle Kellertreppen hinab, taucht stets für einen kurzen Moment in extreme Leben ein. Heike Wulf führt ihre Leser an den Rand des Abgrunds - und darüber hinaus.

Heike Wulf: Am Abgrund ist die Aussicht schöner, Universitätsverlag Brockmeyer, 12,90 Euro

Ruhr-Nachrichten 18.4.11 tib

 

Die WAZ-Bochum schrieb am 7.4.11:

Heike Wulfs Geschichten sind zwar hoffungslos blutrünstig, halten aber zum Glück Abstand von den üblichen Krimi-Klischees. Vielmehr muss man bei diesen kurz, knapp und kunstvoll formulierten Mordstaten auch schon mal "um die Ecke denken". Mit sensibler Beobachtungsgabe zeichnet Heike Wulf ungewöhnliche Menschen-Portraits in Ausnahmesituationen

 

Leserstimmen:

Ich habe gerade die erste Geschichte aus ihrem Buch auf der Verlagsseite gelesen. Mein Fazit: GENIAL!!! Macht süchtig. LEBEN PUR – eben am Abgrund.

Frauke Gorontzi



Erst einmal ein großes Lob für Deine Kurzgeschichtensammlung. Sie sind alle gut, und das kann man nicht von jeder Geschichtensammlung sagen!
Zu meiner Lieblingsgeschichte habe ich spontan „Gestohlene Stunden“ ernannt, knapp gefolgt von „Spirit“. Auf jeden Fall hat mir die Leserei so viel Spaß gemacht, dass ich die halbe Nacht durchgemacht habe.

Christian Dreyer



"Ich liebe Kurzkrimis und konnte bei der Leseprobe gar nicht mehr aufhören zu lesen. Das Buch werde ich mir erstens kaufen und zweitens weiterempfehlen. Den Buchtitel finde ich übrigens genial.
Ortrud Battenberg


Heike Wulf hat eine wunderbare Art zu schreiben und den Leser bzw. die Leserin in ihren Bann zu ziehen. Ihre Kurzgeschichten sind spannend, lustig, traurig, mitreißend, einfühlsam und teilweise findet man sich selber oder auch selbst gemachte Erfahrungen wieder, sie können aber auch sehr erschreckend sein ob der dahinter steckenden Wahrheit. Man hat das Gefühl, in den Geschichten zu versinken, sie sind so vielschichtig. Es macht süchtig eine Kurzgeschichte nach der anderen zu lesen, teilweise muss man jedoch zwischendurch durchatmen und Luft holen und sich frei für eine weitere Geschichte machen.
Für jeden empfehlenswert, egal ob Mann oder Frau.

Ursula Kemper



 

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Lieberg, Godo: Ästhetische Theorien der Antike, des Mittelalters und der Neuzeit

Darstellungen und Interpretationen, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0789-9, kart. 72S. 24 x 17 cm  € 16,0

 

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Ästhetische Theorien der Antike, des Mittelalters und der Neuzeit

Hauptthema der Abhandlung ist die ontologisch-religiöse oder doch existentielle Bedeutung der antiken und auch der mittelalterlichen Kunst im Unterschied zur neuzeitlichen, in der diese Bedeutung weitgehend zrücktritt und so die Kunst zum innerweltlichen, bloß 'ästhetischen' Phänomen wird. Unser Interesse ist nicht von historischer Art. Es soll nicht nur dargelegt werden, was die antiken Autoren über Wesen und Aufgabe des Schönen bzw. der Kunst gedacht haben. Die Ausführungen sollen auch einen Beitrag zur theoretischen Klärung der verschiedenen Aspekte des Schönen in Natur und Kunst liefern. Die Geschichte der Kunst und ihr Teilgebiet, die Geschichte der Poetik, d.h. des Schönen in der Literatur, bedürfen zur fruchtbaren Darstellung des klaren Bewusstseins von dem, was Kunst ihrem Wesen nach ist. Wann und warum beginnt die Kunst etwas gegenüber dem Schönen Autonomes zu werden? Welches ist ursprünglich die Sphäre des Schönen in der Antike? Die Antwort auf diese Fragen ist von großer Aktualität, weil für uns heute das Ästhetische weithin einen Bereich darstellt, der keinen verpflichtenden Einfluss mehr auf den Menschen ausübt und ihm eine Zuflucht bietet.

 

Inhalt:

Antike: Vom Wesen der Kunst (1); Kierkegaard (1); Die Verschiedenartigkeit der antiken und der modernen Auffassung von Kunst (2). Das Zeugnis Platons (4). Behandelt werden im Einzelnen nach einer kurzen Charakteristik von Wesen und Aufgabe der Ästhetik (5) folgende Autoren und Sachgebiete: Die Pythagoreer (6), Protagoras (7), Gorgias (7), Platon (8), Aristoteles, besonders die Tragödiendefinition (9), Plotin (11), Augustin (14): Mittelalter: Thomas von Aquin. Neuzeit: Ficino (20), Scaliger (22), Vico (24), Kant (25), Schiller (26), Schelling (26), Hegel (27), Schopenhauer (27), Herbart (27), Marx und Engels (27), (Plechanow, Lenin, Trotzki, Stalin 28), Lukács (28), Gide (28), Balzac (31), K. Quinsat (31), K. Fedin (32), Brecht (32), Majakovskij (33), Wischnewski (34), Aragon (34), Garaudy (34), Nietzsche (35), Bergson (35), Croce (35), Gentile (35), Dewey (35), Heidegger (36), Sartre (36), Cassirer (36), der Strukturalismus und de Saussure (36), Todorov (37), G. Mathieu (37), Burckhardt (38), K. Bauch (38), die neue Kunst, besonders der Malerei, im Verlauf der Neuzeit (38), Mallarmé (41), Friedrich (41). Anhang 1: Lateinische Texte über das Schöne von Cicero, Vitruv, Horaz, Seneca Philosophus, Plinius Maior und Quintilian (44) Vergleich Ciceros mit Seneca und Quintilian (62) Anhang 2: Weitere Bemerkungen zum aristotelischen Tragödiensatz.

 

Der Autor:

Godo Lieberg war Prof. für Klassische Philologie an den Universitäten Bochum und Siena in Arezzo. Er ist Verfasser von 150 Aufsätzen und sieben Büchern u.a. über Aristoteles, Catull, Tibull und Caesars Politik in Gallien.

 

 

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Neuerscheinungen Januar 2011

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Kury, Helmut/Shea, Evelyn (Eds.): Punitivity International Developments

Vol. 1: Punitiveness – a Global Phenomenon? (Crime & Crime Policy Vol. 8/1) Bochum 2011 ISBN 978-3-8196-0777-6, Softcover. 436 pp. 24 x 17 cm.   € 49,90 = $ 64.60

 

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Punitivity International Developments Vol. 8/1

During the past two decades criminological discussion in Western industrial societies has been increasingly focused on the concept of punitiveness, a concept that is frequently linked to the staggering rise in inmate numbers in the United States from the first half of the 1970 onward, making it the country with the highest prison rate per 100,000 inhabitants in the Western world. Lee sees the development in the United States in connexion with the growing discussion of "fear of crime" during the late 1960s. "Since the late 1960s the fear of crime has progressively become a profoundly engaging field of study for criminologists and other social researchers" (2001, p. 467; see also Hale 1996). The findings of inquiries and opinion polls, which confirmed the presence of such fears among the population, moved the topic to the forefront and it did not take long until it was "discovered" by politicians. This development went hand in hand with increased media reporting on crime related matters, usually concerning spectacular cases, and thus creating in the population a distorted image of the actual extent and nature of crime (see Beckett and Sasson 2004). Some politicians were quick to use this erroneous perception for their own purposes by creating so-called "politics of fear" (see, for instance, for Japan Miyazawa 2008).

 

Content/Inhalt:

Kury, Helmut & Shea, Evelyn Punitivity – An Introduction.

I.1. Theoretical Background and Methodological Questions:

Hirtenlehner, Helmut: The Origins of Punitive Mentalities in late modern Societies. Testing an Expressive Explanatory Model; Almond, Paul: Corporate Crime and the ‘Crippled Epistemology’ of Punitiveness; Simonson, Julia: Problems in Measuring Punitiveness – Results from a German Study; Hamilton, Claire: ‚Notes from some small Countries’: A Study of the ‚New Punitiveness’ in Ireland, Scotland and New Zealand; Harrendorf, Stefan: How to Measure Punitiveness in Global Perspective: What Can be Learned from International Survey Data.

I.2. Different Trends in Punitiveness:

Kutateladze, Besiki: Measuring State Punitiveness in the United States; Indermaur, David & Roberts, Lynne: Punitiveness in Australia: Current Status, Trends and Strategic Responses; Dijk, Jan Van: Trends in Dutch Prisoner Rates: Regression to the Mean or enduring Exception? Flander, Benjamin & Meško, Gorazd: ‚Punitiveness’ and Penal Trends in Slovenia: On the ‚Shady Side of the Alps’? Lappi-Seppälä, Tapio: Changes in Penal Policy in Finland; Klimke, Daniela, Sack, Fritz & Schlepper, Christina: Stopping the ‘punitive turn’ at the German Border.

I.3. Juvenile Delinquents:

A Category Apart? Palermo Fabris, Elisabetta: Juvenile Deviance in Italy. The need for Social Control and for the Tutelage of young Offenders; Wößner, Gunda, Quenzer, Carolin & Vig, David: The Development of Criminal Law in Germany with an Emphasis on Sexual and Juvenile Offenses; Giebel, Stefan Markus, Boxberg, Verena & Hosser, Daniela: Imprisonment and Recidivism of Young Offenders; Özsöz, Figen: German Skinheads Behind Bars – Effects of Penal Sanctions on Ideological Offenders.

 

Hinweis/Information:

Es gibt insgesamt drei Teilbände  Bd.8/1 und  8/3  je € 49,90; Bd. 8/2  Einzelpreis € 59,90 Bei Abnahme aller drei Bände berechnen wir einen Gesamtpreis von € 144,70  (ISBN Vol. 8,1-3: 978-3-8196-0780-6)

 

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Breu, Walter (Ed.): L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie.

Resistenza e mutamento nella morfologia e nella sintassi. Atti del 2° Convegno Internazionale Costanza, 10 – 13 dicembre 2008 (Diversitas Linguarum Vol. 29) Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0782-0, Softcover 22,5 x15,5 cm X, 244 pp.€ 39,90

 

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L’influsso dell’italiano sul sistema del verbo delle lingue minoritarie

Deutsch:

Der vorliegende Band enthält die schriftliche Fassung der Vorträge auf der Internationalen Sprachkon-takttagung vom Dezember 2008 an der Universität Konstanz, der sich mit dem Einfluß des Italieni-schen auf das Verbsystem der Minderheitensprachen befaßte. Die Teilnehmer waren Linguisten mit einer Spezialisierung in einer oder mehreren der folgenden Fachdisziplinen: Albanologie (Italoalba-nisch), Germanistik (Walser, Mòcheni, Cimbri), (Neo)Grä¬zistik (Griechisch in Kalabrien), Romanistik, Semitistik und Slavistik (Moliseslavisch und Resianisch). Im Zentrum der verschiedenen Beiträge zur Lexik (Integration entlehnter Verben in das bestehende System), Morphologie, Morpho-syntax und Syntax der zum größten Teil in einer totalen Sprachkontaktsituation mit dem Italienischen stehenden alloglotten Varietäten stand die Abgrenzung des sprachkontaktinduzierten Wandels von eigenständiger Entwicklung. Als Sonderfälle wurden auch das Rätoromanische in der Schweiz und Norditalien sowie das Maltesische mit seiner historischen italienischen Überdachung einbezogen. Neben den sprachlichen Veränderungen spielten auch Fälle der Bewahrung konservativer Züge gerade unter Kontaktbedingungen eine Rolle Ein Beitrag ist der Präsentation der Minderheitensprachen im Internet gewidmet. Die Herkunft der Autoren aus verschiedenen Fachkulturen führte zu Diskussionen über einzelphilologische Grenzen hinweg, die auch in den schriftlichen Versionen ihren Niederschlag gefunden haben. Den durchwegs italienisch abgefaßten Beiträgen sind Abstracts in einer anderen Sprache vorangestellt

Italiano:

Il presente volume raccoglie i contributi dei partecipanti al convegno L’influsso dell’italiano sul siste-ma del verbo delle lingue minoritarie – Resistenza e mutamento nella morfologia e nella sintassi tenu-tosi dal 10 al 13 dicembre 2008 presso l’Università di Costanza (Germania). Le situazioni di contatto linguistico assoluto riunite in questo volume interessano parlanti in varie aree geografiche distribuite sull’intero territorio italiano e oltre: Albanofoni in Calabria e Molise, Germanofoni comprendenti i Walser di Valle d’Aosta e Piemonte così come Mòcheni e Cimbri del Trentino, Grecofoni in Calabria, Maltesi, Retoromanzi (in Svizzera e in Italia settentrionale) e Slavofoni (soprattutto in Molise e Val di Resia). Inoltre una relazione si è occupata della presentazione delle lingue minoritarie d’Italia nell’internet. Nonostante la loro diversa origine “genetica” e la loro distante posizione geografica, le lingue minoritarie d’Italia rappresentate condividono un tratto comune, ovvero il fatto di trovarsi in una situazione di contatto assoluto con l’italiano. Ciò significa che tutti i loro parlanti sono (almeno) bilingui e l’italiano standard funge anche da unica lingua tetto (Dachsprache) nella vita quotidiana. Queste lingue possono dunque essere definite “microlingue con tetto straniero”. Per quanto riguarda il romancio in Svizzera è il tedesco a funzionare come lingua tetto, in concorrenza con le proprie lingue scritte, soprattutto il rumantsch grischun. D’altra parte il maltese, l’unica lingua non indo-europea rappresentata, è oggi la lingua nazionale del popolo maltese con l’inglese come seconda lingua ufficia-le di Malta, ma storicamente essa aveva l’italiano – soprattutto in forma del siciliano – come lingua tetto straniera. In accordo con la tematica di carattere generale, abbiamo cercato di considerare le di-vergenze e i tratti comuni nel sistema verbale cui ha portato, in lingue differenti, il contatto pluriseco-lare con una stessa lingua diversa dal punto di vista genetico, l’italiano. Uno dei punti centrali della discussione durante il convegno riguardava la separazione di possibili sviluppi interni da quelli contat-to-dipendenti. Questa discussione si riflette in modo specifico anche nella maggior parte dei contributi qui riuniti. Nel presente volume sono esaminati diversi aspetti di conservativismo e mutamento linguistico con motivazioni interne e contatto-dipendenti di lessico (integrazione di prestiti nel sistema verbale), morfologia, morfosintassi e sintassi verbali.

 

English:

Volume 29 of Diversitas Linguarum presents the written versions of the papers read at the international conference on language contact held at the University of Konstanz (Germany) in December 2008 dedicated to the influence of Italian on the verbal system of its minority languages. The authors are linguists specializing in one or more of the following fields: Albanian Studies (Italo-Albanian in Central and Southern Italy), German studies (Walser, Mòcheni, Cimbri in Northern Italy), Greek Studies (Italo-Greek in Calabrian), Romance Studies (Rhaeto-Romance), Semitic Studies (Maltese) and Slavonic Studies (Molise Slavic and Resian in Central and Northern Italy). The different contributions concentrate on the separation of contact-induced change from cases of independent development in the given alloglottic varieties within the lexical, morphological, morphosyntactic, and syntactic level. The situation of most minority languages considered with all their speakers being bilingual and Italian functioning as their overall “foreign” Dachsprache (roof or umbrella language) can best be described as a situation of “total language contact”. Special cases dealt with are Rhaeto-Romance in Switzerland and Northern Italy as well as Maltese in Malta, where the overall umbrella function of Italian (or Sicilian) is only historical. Besides linguistic change, cases of the conservation of traditional characteristics especially under contact conditions are taken into consideration, too. One contribution is dedicated to the presentation of the Italian minority languages in the internet. At the conference, the provenience of the authors from different linguistic and philological traditions led to a discussion beyond the “cultures” of individual disciplines and philologies, playing a role in the written versions, too. All papers are in Italian with preceding abstracts in other languages.

 

Indice - Inhalt - Content

 

Francesco Altimari: Sui prestiti dell’italiano e dei dialetti italo-romanzi nel sistema verbale dell’albanese di Calabria; Giuseppina Turano: Continuità e innovazione nella morfosintassi dell’arbëresh. La realizzazione della morfologia verbale Non-attiva; Federica Cognola: Ordini OV/VO in mòcheno; Maria Concetta Di Paolo: Il tittschu di Rimella tra innovazione e conservatività: alcuni aspetti della morfologia e della semantica verbale; Agnes Kolmer: La selezione degli ausiliari nelle costruzioni con riflessivi nel cimbro di Luserna; Peter Zürrer: Conservazione e mutamento nei dialetti walser in Italia; Eva-Maria Remberger: Morfosintassi verbale dei dialetti neogreci in Calabria; Walter Breu: Il verbo slavomolisano in confronto con altre lingue minoritarie: mutamento contatto-dipendente, resistenza e sviluppo autonomo; Franziska Maria Hack: Alcuni tratti sintattici particolari delle varietà retoromanze. Influssi del tedesco, costruzioni romanze oppure sviluppi paralleli di lingue confinanti? Michael Spagnol: L’integrazione delle costruzioni italiane con il si in maltese; Dieter Kattenbusch: Le lingue minoritarie nel progetto VIVALDI

 

 

 

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Neuerscheinungen Dezember 2010

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Köhnen, Ralph/Streletz, Werner (Hrsg.) Tugend und Laster.

7-Tage-Nonstop-Lesung, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0784-4, kart. 84 S. 19 x 12 cm. € 7,90

 

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Tugend und Laster.

Vom 3. bis 10. September 2010 fand im Kunstmuseum Bochum die von der Literarischen Gesellschaft Bochum präsentierte 7-Tage-Nonstop-Lesung „Tugend und Laster“ statt. Man hat die Idee als überspannt, avantgardistisch und auch romantisch bezeichnet: Bücher nicht durch die Augen zu schicken, wie dies seit Gutenberg die abendländische Wahrnehmung geprägt hat, sondern zu Gehör zu bringen, sie aufzuführen und akustische Entdeckungsreisen zu starten bis hin zur Performance. Wir waren die Stimme/n der Literatur, sieben Tage und sieben Nächte lang ohne Pause von Tugend und Laster kündend. Eine ebenso charmante wie ehrgeizige Idee: Nicht weniger als 168 Stunden waren der Literatur gewidmet, um Bochum als „Stadt des Wortes“ zu profilieren. Geplant war, über eine schier endlos lange Strecke die Literatur von allem Seminarstaub zu befreien, die Texte der leuchtenden und verschatteten Dichter und Schriftsteller als einprägsames, unterhaltsames Erlebnis zu präsentieren – und (fast) alle machten mit. Beinahe 200 Vorleser packten ihre Bücher aus und schlugen sie an der vorgemerkten Stelle auf. Bochum erlebte einen Rausch an Texten, der die Welten zwischen Buchdeckeln in bisher kaum gekannter Weise zu Filmen im Kopf der Zuhörer verwandelte. .

Homepage der Literarischen Gesellschaft Bochum

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Neuerscheinungen November 2010

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Besser, Wilfried: Über kurz oder lang

Neue Aphorismen und andere Ungereimtheiten, Bochum 2010, ISBN 978-3-8196-0774-5, kart. 104 S. 18,5 x 11,5 cm € 9,90

 

 

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Über kurz oder lang

Zum Buch:

„Vergebens ist die Flucht vor der Realität. Über kurz oder lang holt das Leben uns ein.“ heißt der Aphorismus, dem Wilfried Besser den Titel für sein neues Buch entnommen hat. Und in der Tat, die Realität des Alltags in all ihren Facetten liefert den Rohstoff, aus dem der Recklinghäuser Autor seine Texte bastelt. Texte, die erheitern oder nachdenklich stimmen, die dem Leser Zustimmung entlocken oder seinen Widerspruch wecken. Hauptsache sie lassen ihn nicht gleichgültig. Auf 104 Seiten finden sich neben den mehr als 200 neuen auch eine Handvoll bekannter Aphorismen aus seinen früheren Büchern sowie einige dazu passende Gedichte, zu Themen, die keinem von uns fremd sind.

 

Wilfried Besser: Jahrgang 1951, schreibt seit seiner Jugend Lyrik, Satire und Kurzgeschichten. Vor 15 Jahren entdeckte er seine Liebe zum Aphorismus. Er begann Texte zu veröffentlichen und aktiv an Lesungen teilzunehmen. 2000 erschien sein erster Aphorismenband „Was ist schon die Realität gegen die Wirklichkeit?“. Es folgten „Bis hierher und noch weiter“ (2002) sowie „Vom Dasein und Hiersein“ (2005). 2003 wurde er mit der Vestischen Literatureule ausgezeichnet; 2010 gewann er den „Zweiklang-Wettbewerb“ von Deichradio Schwanenwede. Seine Texte wurden auf CDs, in Anthologien und Kalendern, auf Postkarten, in Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht. Der gebürtige Hildesheimer ist verheiratet, Vater zweier Kinder und lebt seit 1984 in Recklinghausen, wo er in der Marketingabteilung einer Sparkasse arbeitet.

 

Schnuppertexte:

 

"Humor sollte er haben, stand in ihrer Kontaktanzeige. Der war auch nötig, um sie zu ertragen."

 

"Manche lernen nichts dazu, nicht einmal aus ihren Fehlern. Dabei begehen sie genug."

 

"Für den Teufel ist die Hölle der Himmel."

 

"Leichter Schlaf macht schwere Träume."

 

"Wer seine Ansprüche ständig nach oben schraubt, genügt ihnen bald selbst nicht mehr."

 

"Gekaufte Freunde sind aufrichtig wie Falschgeld."

 

"Worte wie Waffen ergeben ausgezeichnete SprengSätze."

 

"Ab einem gewissen Alter passen HAPPY und BIRTHDAY nicht mehr so recht zusammen."

 

"Er wünschte ihr die Pest an den Hals, sie ihm alles Pech dieser We

 

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Neuerscheinungen Oktober 2010

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Spicker, Friedemann: Die Welt ist voller Sprüche.

Große Aphoristiker im Porträt. Unter Mitarbeit von Angelika Spicker-Wendt (dapha-drucke 3). ISBN 978-3-8196-0767-7, kart. ca. 160 S.  € 11,90

 

 

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Die Welt ist voller Sprüche.

Kurze Sprüche prägen mehr denn je unsere Umwelt: die eigene Umgebung von der Arbeitswelt bis zum T-Shirt, die Werbung, die Politik. In einer Sprache, die den Leser nicht nur ansprechen und unterhalten, sondern geradezu anstecken will, erzählt der Autor in 22 selbstständigen Kapiteln von den großen „Sprüchemachern“ oder Aphoristikern, von ihrem Leben und den dazugehörenden Sprüchen. Das Buch will den interessierten Einsteiger abholen und den Kenner durch eine originelle Sichtweise überraschen. - Aus dem Inhalt: „Verneiner Chamfort“, „Der mit der Peitsche geht: Friedrich Nietzsche“, „’Ein Weib und doch ein objektiver Geist’: Marie von Ebner-Eschenbach“, „Oscar Wilde, Bürgerschreck“, „Karl Kraus, Tod durch Satire“, „’Alle Gefahr kommt dem Weibe vom Manne’: Frauen über Männer“. Das Buch beginnt mit einer „Gebrauchsanweisung“ und endet mit einer Anleitung „Zum Selbermachen“.

 

Der Autor ist mit zahlreichen Publikationen zum Aphorismus hervorgetreten, zuletzt: „Kurze Geschichte des deutschen Aphorismus“, Francke 2007; „Aphorismen der Weltliteratur“ (Herausgeber), 2. Aufl., Reclam 2009; „’Es lebt, der Mensch, solang er irrt.’ Deutsche Aphorismen“ (Herausgeber), Reclam 2010 (in Vorbereitung). In unserem Verlag u. a. erschienen: Elazar Benyoëtz: „Die Rede geht im Schweigen vor Anker. Aphorismen und Briefe.“ Hg. von Friedemann Spicker. 2007. (vergriffen) Hans Albrecht Moser: „Efeu ohne Baum. Gedanken eines Durchschnittsmenschen.“ Hg. von Friedemann Spicker. 2009

 

Presse:

Ein großes Interview mit Friedemann Spicker erschien am 11.Jan., 2011 im Feuilleton der Südwest-Presse unter dem Titel:
"Irgendwo zwischen Poesie und Philosophie. Begegnung mit einem Fachmann für Aphorismen", in dem auch das hier vorliegende Buch gewürdigt wird. Dieses Buch wende sich nicht nur an Spezialisten und dokumentiere die großen Aphoristiker  von Arthur Schopenhauer bis Jean Paul

 

Die Welt online 11.44.11:

Lieber ein Bund fürs Leben als ein Leben für den Bund." In der Werbung, im Arbeitsleben, überall bringen wenige Worte die Dinge spielerisch und mit Witz auf den Punkt. "Die Welt ist voller Sprüche", sagt Friedemann Spicker. Der 66-Jährige hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Menschen für diese knappe literarische Form zu begeistern. Seit vier Jahrzehnten schon sammelt der inzwischen pensionierte Lehrer aus Thomasberg bei Bonn Sprüche, oder um es wissenschaftlich korrekt auszudrücken: Aphorismen.

Wenn man diese nicht einfach abnicken kann, wenn sie pointiert formuliert sind und sprachlich eindrucksvoll durch Antithesen, Paradoxa oder Sprachwitz gekennzeichnet sind - "dann ist es ein besonders guter Aphorismus", sagt Spicker. Angesiedelt irgendwo zwischen Poesie und Philosophie. Ein Beispiel liefert der Experte gleich mit: "Erleben gibt Fülle, Verzicht Profil." Dieser Aphorismus sei "in seiner Knappheit großartig", so Spickers Urteil.

Den Aphorismus in seiner heutigen Gestalt gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Aber die Wurzeln reichen zurück bis zum griechischen Philosophen Sokrates. Das Christentum fasste Lebensweisheiten in kurzen, einprägsamen Sätzen zusammen - auch wenn sich darunter laut Spicker "keine großen Innovationen" finden. Inhaltlich stünden hier Themen wie Schuld und Vergebung im Vordergrund.

Spicker selbst begeisterte sich für Aphorismen bereits während seiner Schulzeit. Allerdings blieb das Interesse lange Zeit lediglich auf die Freizeit beschränkt. Nach Studium und Promotion ging er erst einmal in den Schuldienst. Als seine Frau ein Lehrangebot in Amsterdam bekam, ging er mit, zog sich aus dem Schuldienst zurück und verschrieb sich nun ganz den kürzen Sprüchen und Lebensweisheiten.

Im Jahr 1997 gab er sein erstes Buch "Der Aphorismus" heraus. Darin steckten sechs Jahre intensiver Arbeit. "Ich will mit dem Buch klarmachen, woraus der Aphorismus überhaupt besteht", sagt er. Als er 2001 mit seiner Frau wieder in das Rheinland zog, nahm er nur eine halbe Stelle am Siegburger Abendgymnasium an, um sich weiterhin seiner Leidenschaft widmen zu können. Das Ergebnis seiner Studien sind etliche weitere Veröffentlichungen, darunter der 1000-seitige Wälzer "Der deutsche Aphorismus im 20. Jahrhundert". Irgendwann habe er dann auch noch ein Buch schreiben wollen, das nicht nur die Spezialisten auf dem Gebiet interessiert, so Spicker. Das Ergebnis liegt seit September vor: "Die Welt ist voller Sprüche" dokumentiert die großen Aphoristiker von Arthur Schopenhauer bis Jean Paul.

Darüber hinaus rief Spicker zusammen mit dem Aphorismen-Fan Jürgen Wilbers 2005 das "Deutsche Aphorismus-Archiv" ins Leben. Es ist im Museum von Hattingen untergebracht.

Auch seine Frau hat er mit seiner Leidenschaft angesteckt. Gemeinsam haben die beiden die "Angelika und Friedemann Spicker-Stiftung zur Förderung des Aphorismus" gegründet. Auf die Frage nach der Vergütung seiner Arbeit antwortet Spicker: "Können Sie davon leben? Nein, aber dafür."

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