Belletristik und Sachbücher

Neuerscheinungen 2012

Auch für 2012 haben wir uns ein interessantes und abwechlungsreiches Programm vorgenommen! Vieles - seien es Aphorismenbände, Romane, Lyrik, Kunst-  oder Sachbücher - ist bereits auf den Weg gebracht. Wir werden Sie rechtzeitig inormierern! Sortiert sind die Bücher nach Erscheinungsdatum

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Wilbert, Jürgen: VORLETZTE SCHLÜSSE

Eine hirnverlesene Auswahl von Aphorismen mit Zeichnungen von ANDREAS NOSSMANN, Vorwort Hugo Ernst Käufer, ISBN 978-3-8196-0854-4, kart. (English Broschur), 62 S. 20 x 12 cm. € 9,90

 

Das Buch erscheint Ende Mai 2012

 

 

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VORLETZTE SCHLÜSSE

Wer diesen Band durchblättert, wird feststellen, dass fast alle Lebens- und Weltbereiche vor diesem Autor nicht sicher sind, ganz gleich, ob es sich um gesellschaftliche, politische, kulturelle oder persönliche Fragen handelt: oft kritisch im Ansatz, geschärft in der notwenigen Kürze, getragen von einem unmittelbar ansprechenden satirischen Anflug – alles unverzichtbare Eigenschaften, die einen überzeugenden Aphorismus ausmachen. Der vorliegende Band „Vorletzte Schlüsse“ ist so etwas wie eine vorläufige Bestandsaufnahme des aphoristischen Schaffens in den letzten 25 Jahren. Er versammelt ausgewählte Beispiele aus den früheren Veröffentlichungen des Autors und wird bemerkenswert ergänzt mit frischen Wort- und geistigen Standortfindungen unter dem Titel „Neue Denkanzettelungen und Widerwortigkeiten“, insgesamt einhundert Einlassungen, die das Gespräch mit den Problemen der Zeit, den Fragen des Lebens weiterführen und versuchen, sie hell- und durchsichtiger zu machen. Es fällt auf, dass im Vergleich mit den älteren Beispielen die neuen Aphorismen noch stringenter geraten sind, ja an Bildhaftigkeit gewonnen haben. Besonders angetan haben es dem Autor die technischen Entwicklungen der Kommunikationsfelder in der Gegenwart, die nicht immer etwas mit Fortschritt und Gewinn an Menschlichkeit zu tun haben. Da lesen wir: „FACEBOOK: Je mehr Freunde du gewinnst, desto mehr verlierst du dein Gesicht“ oder „Autosuggestion des Handynutzers: Ich bin immer am Drücker“ oder „Zur Entwicklung des Menschen im Internetzeitalters: vom Nest- zum Netzflüchter“. Das ist ein neuer Ton, der aphoristisches Denken mit modernen Inhalten erweitert. Welche sprachliche und inhaltliche Substanz Jürgen Wilbert Aphorismen zumisst, ist an einigen Stellen nachzulesen: „Aphorismen sind Stolpersteine für landläufige Meinungen“ oder „Aphoristiker versuchen Wort zu finden für das, was ihnen die Sprache verschlägt“. In diesem Buch spielt die bildkünstlerische Begleitung durch den Brühler Künstler Andreas Noßmann eine bedeutende Rolle, um Wort und Bild im Zusammenspiel, Alltägliches und Existenzielles ins Licht zu rücken (Aus dem Vorwort von Hugo Ernst Käufer)

 


JÜRGEN WILBERT: Er wurde 1945 in Düsseldorf geboren. Nach über 30 Jahren hauptamtlicher Tätigkeit im kommunalen Weiterbildungs- und Kulturbetrieb ist er seit November 2007 nachberuflich freischaffend als Autor und Vortragender aktiv. Sein literarischer Schwerpunkt liegt auf der kürzesten und schlagfertigsten Prosagattung, dem Aphorismus. Inzwischen liegen nach dem Lyrik-Band „Zweiheit und Zweifel“ vier Bücher mit eigenen Aphorismen vor, zuletzt erschienen 2010 die Denkanzettelungen „Knapp denkbar“.
ANDREAS NOSSMANN: Er wurde 1962 in Hilden geboren. Nach einer Ausbildung zum „Technischen Assistenten“ für Gestaltung folgte ein Studium an der Gesamthochschule-Universität Wuppertal im Studiengang „Kommunikationsdesign“ mit den Schwerpunkten „Freie Grafik“ und „Malerei“ bei den Professoren G. Aretz, W. Sensen, G. Kafka und M. Badura. Seit 1986 wurden seine Arbeiten in über 170 Einzel- und Themenausstellungen sowie Publikationen präsentiert. Insbesondere als Illustrator literarischer Texte (u.a. durch seinen Zyklus „Die 7 Todsünden“) hat sich Noßmann einen Namen gemacht.





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Knaup; Gisela: Serena - ein halbes Leben in Deutschland.

Biographie eines ungewöhnlichen Frauenlebens, Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0842-1, kart. 212 S. 21 x 14,5 cm. € 19,90

 

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Serena - ein halbes Leben in Deutschland

„Was haben diese vielen Ausländer eigentlich in Deutschland zu suchen?“ Lebensstationen einer dunkelhäutigen Ausländerin mit deutschem Pass: Stolpersteine und Schwierigkeiten, Erfolge und Perspektiven…

 

Inhalt – abstract: 1990 fährt eine dunkelhäutige junge Frau von Brasilien, wo sie als Lehrerin gearbeitet hat, nach Deutschland, um dort zwei bis drei Jahre zu studieren. Sie kommt zum Studium ins Ruhrgebiet und lebt hier nicht zwei, sondern mehr als 20 Jahre. Sie heiratet einen schwarzen Südafrikaner und in zweiter Ehe einen tamilischen Flüchtling mit zwei deutschen Kindern. Jahrelang kämpft sie mit Behörden und mit interkulturellen Konfl ikten, erreicht aber letztendlich den ersehnten Studienabschluß, einen deutschen Pass und eine Stelle als Pädagogin. In ihrer neuen Heimat wider Willen führt Serena ein anstrengendes Leben mit vielen Schwierigkeiten, Umwegen, Widerständen und Rückschlägen, aber auch mit Unterstützung durch Freunde und Fremde. Die Lebensgeschichte einer jungen Frau, die oft zwischen zwei Stühlen sitzt und doch nicht aufgibt , bis sie sich, erfolgreich integriert, im Ruhrgebiet zu Hause fühlt. Eine romanhafte Biographie über ein halbes Leben in Deutschland – intensiv, turbulent, ungewöhnlich… 

 

Gisela Knaup: geboren in Hattingen/Ruhr, Dozentin an der Universität Bochum bis 2006, Schwerpunkte: Schulreform, Internationaler Vergleich, Interkulturelles Lernen, Erwachsenenbildung / Fachpublikationen zu verschiedenen Projekten – Mitarbeit in der Bochumer Integrationskonferenz und im „Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur“ 



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Littau, Monika:Vom Sehen und Sagen. Die Buchela.

Ein Biografieroman. ISBN 978-3-8196-0848-3, Bochum 2012, kart. 312 S. 21 x 13. cm. € 16,90

 

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Die Buchela.

Alles, was Buchela sich wünscht und liebt, scheint ihr verloren zu gehen: Der Lieblingsbruder bei einem Unfall, der Vater im 1. Weltkrieg, das ersehnte Kind stirbt bei der Geburt, und während des Nationalsozialismus wird ihre Familie wie alle Sinti und Roma als asozial und kriminell verfolgt. Die Mutter stirbt in Auschwitz. Wäre da nicht ihre Gabe, Buchela würde an diesem Leben verzweifeln. Doch ihre Vorhersage, dass Konrad Adenauer 1949 den Wahlsieg erringen wird, macht sie schlagartig berühmt. Madame Buchela wird zur Pythia von Bonn.

 

Monika Littau wurde 1955 in Dorsten geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Geografie und Musikwissenschaft in Bochum und Münster arbeitete sie mehr als 20 Jahre in Forschung, Bildung und Kultur-/Literaturförderung, zuletzt im Kulturministerium Nordrhein-Westfalen. Sie lebt heute als freie Autorin im Ruhrgebiet und im Rheinland. Sie verfasst Lyrik, Prosa, Kinderliteratur, schrieb für Hörfunk und Bühne und veröffentlichte Sachbücher. Zuletzt erschienen das Kinderbuch Alphabetta in Alphabettanien (2007) und der Lyrikband beim überschreiten des taupunkts (2011). Vom Sehen und Sagen. Die Buchela ist ihr erster Roman. Für ihre literarische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet: Nominierung für den Deutschen und Internationalen Kurzgeschichtenwettbewerb in Arnsberg, Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler des Landes Nordrhein-Westfalen, Arbeitsstipendien des Landes Nordrhein-Westfalen und des International Writers and Translators’ Center of Rhodes (iwtcr).

 

Presse

Kaipesina kaipenana so beginnen südeuropäische Roma oft ihre Geschichten: Es war es war nicht. Und besser als mit diesen Worten kann man auch nicht den Biographieroman 'Vom Sehen und Sagen. Die Buchela' charakterisieren, den die ... Schriftstellerin Monika Littau jetzt veröffentlicht hat. 'Buchela': So lautet der Sinti Künstlername der RomanFigur, doch Namen hatte sie noch mehr. 'Zigeunergrete' nannte man sie in der Heimat, bürgerlich hieß sie aber Margarethe Goussanthier, geborene Meerstein. Als Pythia von Bonn wurde sie in der Nachkriegszeit bekannt. Als Hellseherin soll die Buchela als Beraterin von Konrad Adenauer und weltweit von vielen anderen Prominenten und Adeligen tätig gewesen sein. Wer und was war diese Buchela, wer und was war sie nicht? Buchela lebte zwischen Fronten, zwischen rationalem Urteil und ihrer Intuition, zwischen Verächtern und Klienten, erklärt Monika Littau: Wurde der Lächerlichkeit preisgegeben, wurde gleichzeitig verehrt. Viele Auskünfte über die Buchela, die im Jahr 1986 verstarb, hat die Autorin nur unter vier Augen erfahren. 'Ich habe akribisch Informationen gesammelt, um sie dann möglichst wieder zu vergessen, damit ich mich der Buchela nähern konnte.' So ist ein Roman entstanden, eine Fiktion, die sich so weit wie möglich an der Biographie orientiert. Auch wenn diese mehr oder weniger im Dunkeln liegt. 'Es gibt nur wenig Verbrieftes', sagt Monika Littau. Was in SintiFamilien nichts Ungewöhnliches sei: ... Selbst Ton und Filmdokumente mit Originalaufnahmen von Margarethe Goussanthier seien überwiegend tendenziös geschnitten und kommentiert. Was ist Dichtung, was ist Wahrheit? 'Es ist alles eine Mischung von beiden', musste die Autorin feststellen. ...Und so ist das Buch auch ein interessantes und spannendes Kaleidoskop deutscher Vor und Nachkriegs Geschichte.  

(MK WAZ-Dorsten 18.4.129



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Pentek, Alexander: Ares

Gelsenkirchen-Krimi, ISBN 978-3-8196-0853-7, kart. 210 S. 19 x 12 cm.€ 12,90

 

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Pentek, Alexander: Ares

“Du wirst nie wieder wie zuvor sein. Und wofür? Für nichts! Willst du dich selber hassen und verachten, soll dir vor deinem eigenen Schatten grauen? Willst du zwischen Mödern, Sadisten und Verbrechern verrotten?“ Überstürzt hastet der Mann die Treppenstufen zur U-Bahn hinab. Verzweifelt sieht er sich um, während seine schweißnassen Hände sich nicht von der Tasche lösen. Derweil fiebert die dichtgedrängte Menschenmenge auf dem Bahnsteig ausgelassen dem Spiel in der Arena entgegen - nicht ahnend, wie nah der Schrecken schon ist..." Die Ermittler um Jennifer Hartmann und Hellmut van Haaren geraten in eine brutale Kette von Verbrechen, deren Opfer mit keiner Gnade zu rechnen haben. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...

 

Alexander Pentek Jahrgang 1987 - geboren und aufgewachsen in Gelsenkirchen - Abitur am Schalker Gymnasium - Berufsausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten - derzeit Studium der Rechtswissenschaften in Bochum. 'Ares' ist sein dritter Gelsenkirchen Krimi, der erste 'Phobos' erschien 2009 im Wartberg Verlag, der zweite 'Deimos' 2011. bei uns.





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Geisler, Friedel: Die Rose sagt, ohne Dornen kriegt ihr mich nicht.

Erinnerungen. Mit Irene Dänzer-Vanotti, 978-3-8196-0847-6, Bochum 2012, kart. 202 S. mit zahlreichen Abb. 21,5 x 13 cm.€ 15,90

 

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Friedel Geisler Biographie

"...Ich hatte viel hinter mir gelassen, hatte mich von der freikirchlichen Bekehrungstheologie abgewandt, obwohl sie meine Kindheit geprägt, mein Leben als Predigerfrau bestimmt hat... In der Hinwendung zu Randgruppen sah ich jetzt meinen Auftrag und meine Berufung. Ich wurde zu einer Parteigängerin für die Leute, die selbst ohne Stimme und ohne Rückhalt in einer einflussreichen Gruppe der Gesellschaft waren..."
IRENE DÄNZER VANOTTI ist freie Journalistin, Autorin und Coach und hat (bei Friedel Geisler) eine Psychodrama-Ausbildung absolviert. Vor allem im Hörfunk berichtet sie über soziale Fragen und Themen aus den Gebieten Kirche, Religion, Psychologie und Zeitgeschichte. Ihre Bücher handeln von Weihnachten (Ach Du fröhliche – Das Weihnachtsbuch für Singles und alle, die anders feiern wollen, Kösel 1997) und pädagogischer Arbeit in Haiti (Es ist dennoch möglich – Die Arbeit der Peter-Hesse-Stiftung in Haiti, Droste 2005). Mit Friedel Geisler verband sie eine Jahrzehnte währende Freundschaft





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Distelmaier-Haas, Doris: Diamantgräser und Goldstürme

Königliche Gärten, Gartengedichte - Gartenbilder, mit einem Geleitwort von Wolfgang Kubin, ISBN 978-3-8196-0846-9, kart. (engl. Broschur) 21 x 13 cm, 92 S. 14 vierfarbige Zeichnungen.€ 9,90

 

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Diamantgräser und Goldstürme

"In ihrem 11. Lyrikband lädt die mehrfach ausgezeichnete Autorin zu einer Weltreise durch historische Gärten ein. Sie bereist von West nach Ost u.a. die Alhambra, den Irrgarten der Katharina von Medici, Sissinghurst, den Westfalenpark, Schloß Belvedere, die Boboli Gärten, das Taj Mahal und den Sommergarten der Kaiserin Cixi. Gleichsam illuminiert sind die Texte durch farbfrohe Illustrationen mit kalligraphischen Schriftbildern. "Ein Augenschmaus" (Wolfgang Kubin)

 

Die Autorin: Doris Distelmaier-Haas, geb. in Bonn, promovierte über Mallarmé. Für den Reclam Verlag übersetzte sie u.a. Molière, Maupassant und Perrault. Sie veröffentlichte zahlreiche Lyrik- und Prosabände, meist mit eigenen Illustrationen. Im Rahmen des Wolfsschutzes publizierte sie wiederholt Tiererzählungen bei der Stiftung Euronatur. Zuletzt erschienen 2011 Ein Band mit Katzengedichten und Hinterglasminiaturen (Horlemann Verlag), 2010 "Mit Spiegel, Speer und Spinnweb", Gedichte und Miniaturen über Putti, 2009 "Vielleicht sollte ich wieder küssen üben", Gedichte und Grafiken, 2007 Der Erzählband "Liebe Mutter, liebe Liebe", ebenso im Horlemann Verlag herausgekommen, 2006 der Lyrikband "Kein Halt / Bleibe nie" (Nora Handpresse, Düsseldorf) sowie ihre Übertragung von Maupassants "Der Schmuck" (Reclam Leipzig). Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie an den Akademien Perugia und Salzburg. Mit über 15 Einzelausstellungen machte sie sich einen Namen als bildende Künstlerin. Sie ist verheiratet, hat vier Kinder und arbeitet als freie Schriftstellerin und Künstlerin in Bonn.

 

Buchbesprechung:

In ihren Gedichten lädt die Autorin und Künstlerin zu einer Weltreise durch historische Gärten ein. In einer Mischung aus Realität (kurze Anmerkung zum jeweiligen Garten) und Dichtkunst schildert sie u.a. aus Deutschland die Museumsinsel Hombroich, den Westfalenpark und die Broderie des Brühler Schlosses, die Gärten von Villandry in Frankreich, die Alhambra in Spanien, den Garten Vita Sackville-West in Sissinghurst / England,  die Boboli Gärten in Italien, das Taj Mahal in Indien oder den Jardines de la Reine in Kuba. Vierzehn vierfarbige Zeichnungen mit kalligraphischen Schriftbildern illustrieren die Texte, zu denen Wolfgang Kubin ein Vorwort schrieb. Ein mal etwas anderer Gedichtband, der zugleich ein Augenschmaus ist!
zu finden hier http://www.garten-literatur.de/Blattwerk/lyrik.htm#distelmaier_haas





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Käufer, Hugo Ernst: Und dennoch die Leier halten.

Werke Teilsammlung: Gedichte und Aphorismen aus fünfzig Jahren ( 1947-1997) mit einem Nachwort von Walter Gödden, Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0832-2, geb. mit Schutzumschlag und Lesebändchen 546 S. S. Das Buch erscheint zum 85. Geb. des Autors (13. Febr. 2012)  € 29,90

 

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 Einen Überblick über alle Veröffentlichungen Käufers in unserem Verlag finden Sie hier (mit Leseproben und Bildergalerie)

 

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Und dennoch die Leier halten

Mit Zeichnungen, Linol- und Holzschnitten, Offsetlithos und Siebdrucken von Heinrich Brockmeier, Artur-Cremer-acre, Günter Drebusch, Kriemhild Flake, Horst Dieter Gölzenleuchter, HAP Grieshaber, Wieland Halbroth, Enric Rabasseda und Paul Reding. In diesem Band sind charakteristische Beispiele versammelt, die den Autor als lyrischen Chronisten unserer Zeit ausweisen (u.a. ‚Wie kannst du ruhig schlafen‘ 1958; ‚Leute bei uns gibt’s Leute‘, 1975; Das 1991 erschienene, in 45 Teilen angelegte Erzählgedicht ‚Kartoffelkrautfeuer oder Ein Stück Heimatkunde‘, bereits 1989 unter dem Titel ‚Heimatkunde‘ vom WDR als Fernsehfilm gesendet, beschreibt die eigene Kindheit und Jugend unter dem Hakenkreuz. Landschafts– und Reisezyklen (u.a. ‚Rußlandimpressionen‘ 1976; ‚ So eine Welle lang. Australische Notizen‘ 1978) dokumentieren die Aneignung von Auslandserfahrungen. Einem eigenen Teil sind Aphorismen gewidmet, die einen breiten Raum im Werk des Autors einnehmen und u.a Schreiberkundungen widerspiegeln.
Hugo Ernst Käufer: geb 1927 in Annen, war Direktor der Stadtbücherei Gelsenkirchen, Gründer der "Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen", Mitbegründer des "Werkkreises Literatur der Arbeitswelt", ist Vorsitzender der "Liselotte und Walter Rauner Stiftung Bochum", Ehrenvorsitzender der Europäischen Autorenvereinigung "Die Kogge", Mitglied des PEN. Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und Anthologien, erhielt zahlreiche Preise und Auszeichungen, darunter den Literaturpreis Ruhrgebiet 2002 und den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen 2008. Käufer zählt zu den umtriebigsten und produktivsten Literaturmultiplikatoren der Gegenwart. Neben eigenen Gedicht- und Essaybänden gab er als kritischer Chronist zahlreiche Anthologien heraus. Zu seinen Weggefährten zählten u.a. Max von der Grün und Paul Schallück.



Presse: Die literarische Kurzform, die auf Staffage verzichten könne, sei seine Hauptausdrucksform, sagte einmal Hugo Ernst Käufer. Der kürzlich zu dessen 85. Geburtstag erschienene Band „Und dennoch die Leier halten“ (Universitätsverlag Brockmeyer, 29,90 €) ist eine opulente Dokumentation von Käufers Schaffen auf diesem ästhetischen Gebiet. „Gedichte und Aphorismen aus fünfzig Jahren. 1947 - 1997“, so der Untertitel, ergänzt die bereits vorliegenden drei Werke-Teilsammlungen des Bochumer Schriftstellers.

Beginnend mit frühen, in lokalen und auch überregionalen Tageszeitungen erschienenen Gedichten blättert der knapp 550 Seiten starke Band eine lange, höchst produktive Schaffensphase auf. Dem Leser schallt vor allem ein engagierter Ton entgegen, hörbar geschult an den sozialrevolutionären Poeten Heinrich Heine, Georg Weerth und Georg Herwegh. Es tritt ein Dichter auf, am Kriegsende 1945 18 Jahre alt, der sich an der Welt abarbeitet, sie mit Sprache zu verändern trachtet. Mit „Wie kannst Du ruhig schlafen?“ (1958) und „Leute bei uns gibt’s Leute“ (1971) zeigt er sich als sprachmächtiger Chronist, als skeptischer Beobachter. Die Eigenständigkeit seines Blicks und die souveräne Handhabung des Sprachmaterials ist nun auch im Kontext des Höhenkamms der Nachkriegslyrik zu lesen. Käufers Gedichte verbergen nicht die divergenten Einflüsse Gottfried Benns, Peter Huchels oder Heinrich Bölls.


In den Achtziger und Neunziger Jahren sieht man den Autor sich verstärkt auch nach Innen wenden, wie etwa in „Kartoffelkrautfeuer oder Ein Stück Heimatkunde“, ein Großgedicht von 1991, das in 47 Teilen Kindheitserinnerungen nachspürt.(WAZ 21.3.12 Tom Thelen)

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Liechti, Martin: Sage mir ...

Aphorismen und Notate, Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0841-4, kart. 20 x 12,5 cm. 128 S.€ 14,90

 

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Liechti, Martin: Sage mir ...

MARTIN LIECHTI, geb. in Jegenstorf (Bern / Schweiz), lebt als Autor in Zürich. Neben Romanen (u.a. „ICH WILL“, „Noch sind wir allein“ und „Hic salta“) veröffentlichte er vor allem Aphorismen. So die Sammlung „Sätze und Ansätze“ (Nimrod-Literaturverlag Zürich, 2002), „Vorund Nachgedachtes“ (Rauhreif-Verlag Zürich, 2005), „Wort- und Kopfsprünge“ (Littera Autoren Verlag Zürich, 2008) sowie „Im Fluss ...“ (ebd., 2010). „In bald witzig verkürzten, bald lakonisch verdichteten Notaten vermisst Liechti das menschliche Streben ... decouvriert mit nüchternem Blick auf das menschliche Treiben die unvermeidlichen Widersprüche des Daseins, die kleinen Lächerlichkeiten des Alltags, die Vergeblichkeit frommer Wünsche.“ (Neue Zürcher Zeitung). 

 

APHORISMEN öffnen Denkräume aus sparsamen Worten, mal spöttisch, mal lyrisch, mal eine Spur philosophisch. Man ist gleich mittendrin. Für Abwechslung ist gesorgt. Der Aphorismus bietet Trost, reizt zum Widerspruch, entführt. „Nicht hier, nicht dort – immer irgendwo daneben liegt unser Wunschort“, könnte man Liechti variieren



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Johannes Volker Wagner: Nationalsozialismus im Alltag. (Begleitbuch)

Filmbegleitbuch und Historisches Lesebuch, Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0836-0, kart. 110 S. 19 x 12 cm.€ 12,90

 

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Hier unsere Pressemeldung zu "Nationalsozialismus im Alltag"

 

und hier unser Blog



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Nationalsozialismus im Alltag. (Begleitbuch)

ie vorliegende Veröffentlichung verfolgt zwei Ziele: Sie will als Filmbegleitbuch zum tieferen Verständnis von vier Filmen über den „Nationalsozialismus im Alltag“ beitragen und sie will darüber hinaus durch Zeitzeugen-Erinnerungen, kommentierende Texte und Essays ein informatives und lehrreiches Historisches Lesebuch sein, das aus einem besonderen Blickwinkel heraus wesentliche Probleme der NS-Zeit anspricht und erläutert. Als Filmbegleitbuch ist die Arbeit ein wichtiger und konstitutiver Teil einer Filmedition, die einen intensiven Blick auf das alltägliche Leben an einem ganz konkreten Ort und auf ganz konkrete Lebensschicksale richtet. Dieser Ort, der für viele Städte in Deutschland stehen kann, ist die Stadt Bochum und ihr Umfeld, das Ruhrgebiet. In den Filmen, die sich vor allem auf viele einmalige und teilweise spektakuläre Aufnahmen aus Privathand stützen, geht es nicht nur um die bildliche Vermittlung von Sachinformationen, sondern vor allem um das Einfangen persönlicher Erlebnisse, die sich in den facettenreichen Erinnerungen der zahlreich befragten und aus allen Schichten und Berufen stammenden Menschen widerspiegeln. Das Filmbegleitbuch erläutert die Gründe, die zur Neuherausgabe der Filme auf DVD geführt haben, es gibt wichtige Informationen zur Gestaltung und Struktur der Filme und bietet die Möglichkeit, die Aussagen und Kommentare nachzulesen und zu hinterfragen, um so die Filme besser verstehen und bewerten zu können. Im Verbund mit den Filmen ist so ein informatives Multimedia-Ensemble entstanden, das den Nationalsozialismus im Alltag und vor Ort vielfältig zu beleuchten sucht. Durch den Abdruck des gesamten, stellenweise noch erweiterten Filmtextbuches und durch zusätzliche historische Essays können die Kenntnisse über die NS-Zeit erweitert, Fragen aufgeworfen und Antworten gegeben werden. Dabei zeigt sich, dass es besonders erhellend ist, den Blick nach unten, auf das Leben der „Normalmenschen“ zu richten und an konkreten Beispielen zu erfahren, durch welche politischen, wirtschaftlichen und geistigen Bedingungen der NS-Alltag Wirklichkeit werden konnte und wie – unter sehr unterschiedlichen individuellen Aspekten – in diesem Alltag gelebt, gearbeitet, geglaubt, gejubelt, gekämpft, gelitten und gestorben wurde. Das Buch und die Filme richten sich an alle aufgeschlossenen Leser. Schön wäre es, wenn vor allem junge Menschen, für die diese NS-Zeit schon weit entfernt, aber in ihren Auswirkungen auf das Heute immer noch sehr präsent ist, zu den hier vorgelegten multimedialen Informationen greifen würden, damit rassistische, neonazistische und fremdenfeindliche Einstellungen Vergangenheit bleiben und nicht wieder Gegenwart werden können. Denn verhindert werden kann dies – wie Karl Jaspers es formuliert hat – „nur im Wissen“. Zu diesem Wissen beizutragen, das versuchen auf ihre Weise dieses Buch und die vier Filme.

 

Dr. Johannes Volker Wagner, Autor des Buchs und der Filme, ist ausgewiesener Nationalsozialismus Forscher. Er hat sich seit vielen Jahren wissenschaftlich und medial, aber auch beruflich - als Referent beim Bundesarchiv und langjähriger Direktor des Stadtarchivs Bochum - mit Fragen zur NS-Zeit beschäftigt.



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Eine Revierstadt wird braun, Film von Johannes Volker Wagner

Nationalsozialismus im Alltag (Film I), Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0801-8, Spieldauer ca. 45 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm. mit Infomateriallien. € 19,90

 

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Eine Revierstadt wird braun

EINE REVIERSTADT WIRD BRAUN: 30. Januar 1933 in Bochum: Fackelzüge, Jubel, Feiern. Vorgeschichte: Weltwirtschaftkrise, Arbeitslosigkeit. Aufmärsche der NSDAP, Gautag in Essen (1926), Wahlkämpfe der Parteien, Straßenschlachten (1930/1932). Hitler im Ruhrgebiet. Machtergreifung und ihre Folgen in der Kommune, Absetzung des Oberbürgermeisters. Gleichschaltung der Gesellschaft, Verbot der Parteien. Verfolgung politischer Gegner. Hitlerjugend, die künftige Elite. Stimmung der Bevölkerung: Begeisterung, aktives Mitmachen, Anpassung, Angst, Widerstand. Die Dokumentarfilme, die als DVD im Rahmen einer kommentierten Edition vorgelegt werden, sollen dazu beitragen, auf optisch eindrucksvolle und zugleich authentische Weise die Zeit des Nationalsozialismus in möglichst vielen Facetten vom Alltag her zu erfassen und verständlich zu machen. Deshalb wird nicht nur das faktische Geschehen eingefangen, sondern - durch die erinnernde Spiegelung der Zeitgenossen - auch die Stimmungslage und die Atmosphäre der Zeit, einer Zeit, die in ihren terroristischen Ausprägungen und verbrecherischen Folgen immer noch ein unbewältigtes Trauma darstellt –für die Deutschen wie für die ganze Welt. Die Filme bilden zwar eine thematische Einheit, aber jeder Film ist in sich abgeschlossen und kann für sich allein stehen.

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Arbeit und Leben im Dritten Reich, Film von Johannes Volker Wagner

Nationalsozialismus im Alltag (Film II), Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0802-5, Spieldauer ca. 45 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm. mit Infomateriallien. € 19,90

 

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Arbeit und Leben im Dritten Reich

ARBEIT UND LEBEN IM DRITTEN REICH: Feiern zum 1.Mai in Bochum, Zerschlagung der Gewerkschaften, Bildung der Deutschen Arbeitsfront, Arbeitsbeschaffungsprogramme: Straßen- und Wohnungsbau. Wirtschaftliche Erfolge des Regimes: Aufschwung durch Aufrüstung. Die Wirtschaft unterstützt Hitler, Profite der Schwerindustrie. Hitler-Besuche beim Bochumer Verein, bei Krupp in Essen. Arbeitsalltag im Bergbau, in der Eisen- und Stahlindustrie, in der Landwirtschaft. Frauen in der Rüstung: Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter. Judenverfolgung, Holocaust. Haltung der Arbeiter zum Regime, Sabotageakte. Die Dokumentarfilme, die als DVD im Rahmen einer kommentierten Edition vorgelegt werden, sollen dazu beitragen, auf optisch eindrucksvolle und zugleich authentische Weise die Zeit des Nationalsozialismus in möglichst vielen Facetten vom Alltag her zu erfassen und verständlich zu machen. Denn es gilt immer noch jener berühmte Satz des Philosophen Karl Jaspers: „Was geschah, ist eine Warnung. Sie zu vergessen ist Schuld. Man sollte ständig an sie erinnern. Es war möglich, dass dies geschah, und es bleibt jederzeit möglich. Nur im Wissen kann es verhindert werden“.

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Stadt im Krieg – Der Bombenkrieg, Film von Johannes Volker Wagner

Nationalsozialismus im Alltag (Film III), Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0803-2, Spieldauer ca. 45 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm. mit Infomateriallien.€ 19,90

 

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Stadt im Krieg – Der Bombenkrieg

STADT IM KRIEG - DER BOMBENKRIEG: Deutsche Angriffe auf Coventry und London, Luftangriffe der Engländer und Amerikaner, Zerstörung der Möhnetalsperre. Bombardierung des Ruhrgebiets, der „Waffenschmiede des Reichs“. Ab 1943/1944 massive Zerstörung der Großstädte an Rhein und Ruhr – auch der Stadt Bochum. Einzigartige Filmdokumente zeigen den Feuersturm nach nächtlichen Angriffen: brennende Wohnhäuser, vernichtete Industrien, Menschen, die die Reste ihrer Habe retten, löschen, nach Verschütteten graben, Tote bergen. Kinderlandverschickung, Volkssturm. Einmarsch der Amerikaner. EXTREME NAHAUFNAHME: BOCHUM ALS BEISPIEL: Um das Thema „Nationalsozialismus im Alltag“ filmisch realisieren zu können, schien es wichtig, das Thema so konkret wie nur irgend möglich anzugehen. Deshalb sollte der Nationalsozialismus beispielhaft an vier Themenbereichen, die die Mehrzahl der Menschen substantiell berührt haben - Machtergreifung und die Folgen, Arbeitswelt und Industrie, Bombenkrieg, Widerstand der Arbeiter- am Schicksal einer Stadt (und einer Region) geschildert werden. Durch dieses genaue Hinschauen auf eine kleine Einheit – filmisch gesprochen: durch diese extreme Nahaufnahme – konnte der Blick nach „unten“ gerichtet und so der Alltag und die Stimmungslage der Menschen im Dritten Reich erfahrbar gemacht werden. Nur so schien es möglich, das System der NS-Herrschaft und zugleich seine vielfältigen Auswirkungen auf den Einzelnen deutlich zu machen. Die Stadt, die ich auswählte, war Bochum, eine große Industriestadt mitten im Ruhrgebiet und zugleich die „Gauhauptstadt“ von Westfalen-Süd. Aber Bochum ist immer nur als Beispiel gedacht, als Beispiel für andere deutsche Städte, denn: Bochum war überall.

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Ruhrarbeiter im Widerstand, Film von Johannes Volker Wagner

Gesprächsprotokolle mit Zeitzeugen. Nationalsozialismus im Alltag (Film IV), Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0804-9, Spieldauer ca. 30 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm. mit Infomateriallien.€ 19,90

 

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Ruhrarbeiter im Widerstand

RUHRARBEITER IM WIDERSTAND– Gesprächsprotokolle mit Zeitzeugen: Verfolgung politischer Gegner: Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, andere Sozialistische Gruppierungen. Konzentrationslager. Untergrundarbeit und Widerstandsaktionen, Aktivitäten Einzelner und kleiner Gruppen: Maueranschläge, Flugblattaktionen, Arbeitsverweigerung, Sabotageakte. Fluchtpunkt Ausland. Zerschlagung vieler Widerstandszellen durch die Gestapo. Selbstverständnis der Widerstandskämpfer: Verteidigung moralischer Werte und humaner Traditionen gegen Unrecht und Terror. ZEITZEUGEN: Menschen von der Straße! Die Überlegung war, dass Antworten nicht nur aus den üblichen filmischen Quellen kommen konnten, sondern dass auch Menschen befragt werden mussten – Menschen, die Zeugnis ablegen konnten, Menschen, die den Nationalsozialismus durchlebt und ihn immer noch als Erinnerung – oft als traumatische Erinnerung – in sich trugen. Aber: Die befragten Zeitzeugen sollten keine bedeutenden Entscheidungsträger gewesen sein, sondern Menschen von der Straße, unsere Nachbarn, unsere Freunde, unsere Mütter und Väter: Mitläufer und Sympathisanten, aktive Parteigenossen, Verfolgte und Gegner .des Regimes. Die Männer und Frauen aus Bochum – dazu einige aus Essen, Dortmund, Herne, Recklinghausen, Hattingen, Witten – stammten aus allen Schichten der Bevölkerung und übten die unterschiedlichsten Berufe aus. Worüber berichteten die Menschen? Sie sprachen von ihrem alltäglichen Leben, von ihren Wünschen, Hoffnungen und Enttäuschungen, von Entbehrungen und Leiden, von Begeisterung, von willigem und aktiven Mitmachen, von opportunistischer Anpassung, von Schweigen und Schuld, von Verweigerung und Widerstand. Ihre Aussagen spiegeln so die ganze Breite menschlicher Einsichten und Erfahrungen, sie zeigen auch die ganze Vielfalt menschlicher Entscheidungen und Handlungen im NS-Staat. So sind wichtige Filmprotokolle entstanden, die während des Sprechens auch den Prozess des Erinnerns sichtbar machen, denn die Erinnerung setzt sich ja nicht nur in der Sprache fest, sondern im ganzen Körper: Ein Verstummen, ein Zögern, ein Gefühlsausbruch gehört wesentlich zur Authentizität der Person und zur Authentizität der Aussage mit hinzu. Bei diesen Filmen ist es auf eine Vielzahl von Stimmen angekommen. Deshalb sollte nicht die Lebenserfahrung einer einzelnen Person im Mittelpunkt stehen, sondern die der vielen „Normal-Menschen“: Sie sind die Hauptpersonen, ihre oft sehr unterschiedlichen Aussagen geben den Filmen die entscheidende Struktur. Selbstverständlich musste auch die Subjektivität und die Parteilichkeit dieser Erinnerungsprotokolle berücksichtigt und die Gesprächspartner deshalb so gegeneinander „montiert“ werden, dass ihre Aussagen nicht nur das filmische Geschehen und den Erzählduktus vorantrieben, sondern dass sie sich – scheinbar – auch Stichwörter lieferten, die jeweils von den anderen aufgegriffen, ergänzt, in Frage gestellt oder widerlegt werden konnten. Ferner schien es sinnvoll, die Aussagen der Zeitzeugen und die allgemeinen geschichtlichen Tatbestände durch einen „Fach-Kommentar“ zu erläutern und zu hinterfragen 

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Nationalsozialismus im Alltag Filme von Johannes Volker Wagner

Alle vier Filme zusmmen in Geschenkbox € 69,90

 

1) - Eine Revierstadt wird braun; 2) - Arbeit und Leben im Dritten Reich; 3) - Stadt im Krieg – Der Bombenkrieg; 4) - Ruhrarbeiter im Widerstand.

 

Alle Filme können hier zusammen mit Preisvorteil bestellt werden!



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Nationalsozialismus im Alltag (4 Filme)

Nationalsozialismus im Alltag (Film I), Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0801-8, Spieldauer ca. 45 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm.; Nationalsozialismus im Alltag (Film II), Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0802-5, Spieldauer ca. 45 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm. ; Nationalsozialismus im Alltag (Film III), Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0803-2, Spieldauer ca. 45 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm.; Gesprächsprotokolle mit Zeitzeugen. Nationalsozialismus im Alltag (Film IV), Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0804-9, Spieldauer ca. 30 Min. DVD in Box 18,5 x 12 cm. Alle Filme mit Infomaterialien. Beachten Sie auch das Begleitbuch: Johannes Volker Wagner: Nationalsozialismus im Alltag. Filmbegleitbuch und Historisches Lesebuch, Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0836-0, kart. ca. 110 S. 19 x 12 cm. EUR 12,90.





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Rieck, Heide/Grotjahn, Friedrich (Hrsg): Die Briefe, meine, lasest Du im Schlaf

Literatur von Ufer zu Ufer, Письма мои читал ты во сне. Lyrik & Prosa (Deutsch -Russisch) Im Auftrag der Bochumer Literaten herausgegeben, Bochum 2011, ISBN 978-3-8196-0837-7, kt. 21 x 14,5 cm. 208. S. € 19,90

 

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Die Briefe, meine, lasest Du im Schlaf

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Wer kennt die schillernde Facette der russisch-jüdischen Gegenwartsliteratur an Rhein und Ruhr? Sie sichtbar zu machen und heutiger deutscher Literatur gegenüber zu stellen, ist Sinn und Absicht dieser in den Sprachen deutsch und russisch verfassten Anthologie. Den Anstoß zu diesem Projekt gaben die „Jüdischen Kulturtage in NRW 2011“, in deren Rahmen die „Bochumer Literaten“ hier lebende jüdische Autorinnen und Autoren, von denen die Mehrzahl russisch schreibt, zu einer Lesung eingeladen hatten. Zur Erinnerung: Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zogen mehr als 17.000 Juden aus Russland und der Ukraine auf Einladung der Bundesregierung nach NRW. Darunter zahlreiche Autorinnen und Autoren. Seit zwei Jahrzehnten schreiben sie hier einsam in ihrer Muttersprache – wie auf einer Insel. Die Anthologie soll die beiden Kulturkreise zusammenführen. Die deutschsprachigen Beiträge stammen von den Mitgliedern der „Bochumer Literaten“. So versteht sich dieses Buch als eine Sammlung regionaler Literatur in zwei Sprachen aus zwei großen Kulturkreisen. Die angesprochenen Themen sind so unterschiedlich wie die literarischen Formen. – Eine spannende Mischung, die es in dieser Form wohl noch nicht gegeben hat. So spannt diese Sammlung von Erzählungen und Gedichten eine Brücke zwischen hier eingewanderten jüdisch-russischen und jüdisch-deutschen Autorinnen und Autoren und den seit Jahrzehnten in Westfalen Schreibenden. Eine Brücke zwischen zwei großen Kulturkreisen. Um sie von beiden Ufern betreten zu können, wurden die russischen Texte ins Deutsche und die deutschen ins Russische übertragen.



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